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Die besten Mittelklasse-Systemkameras

Mittelklasse Systemkameras verkaufen sich mit am besten unter allen Systemkameras. Bei diesen Modellen bekommst du einen Großteil der Funktionalitäten von Profi-Systemkameras zu ein paar Euro mehr als du für eine Anfänger-Systemkamera bezahlen würdest.

Lohnt sich eine Systemkamera zwischen 500€ und 1.000€ für dich?

Lass es uns gemeinsam herausfinden! Ich persönlich fotografiere schon immer mit Mittelklasse-Systemkameras und würde dies auch in Zukunft tun. Deutlich teurere Kameras bieten zwar durchaus einen Mehrwert, jedoch wird viel zu oft unterschätzt, dass man lieber ein paar Euro spart und diese dann in ein gutes Objektiv investiert. Hierzu aber später mehr.


[TOP 3] Meine Systemkamera-Empfehlungen für 500€ bis 1.000€

123
Sony Alpha 6000 Titelbild 1 Preis-Leistungs-Sieger Panasonic Lumix GX80 Systemkamera Micro Four Thirds Bestseller Olympus E-M10 II Systemkamera
Modell Sony Alpha 6000 SystemkameraPanasonic Lumix GX80 SystemkameraOlympus E-M10 II Systemkamera
Preis

538,98 €

529,60 €

599,00 €

Testergebnis

92.5%

"Beste Systemkamera seiner Preisklasse!"

90%

"Bestes Modell aller Micro Four Thirds Systemkameras!"

-
HerstellerSonyPanasonicOlympus
Objektiv-AnschlussSony E-MountMicro Four ThirdsMicro Four Thirds
SensorgrößeAPS-C (373 mm²)Micro Four Thirds (225 mm²)Micro Four Thirds (225 mm²)
Auflösung24.3MP16MP16.1MP
Geschwindigkeit11FPS8FPS8.5FPS
Touchscreen
4K Video
Spritzwasserschutz
Bildstabilisierung
Preis

538,98 €

529,60 €

599,00 €

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So viel Kamera bekommst du für 500 bis 1.000€

Die Technik hat in den letzten Jahren einen enormen Sprung nach vorne gemacht, was dazu geführt hat, dass du schon unter 1.000€ sehr gute Systemkameras bekommst. Gute Technik muss also heute nicht mehr teuer sein! Klar sind 700€ in Zeiten von guten Smartphone-Kameras nicht gerade wenig Geld, jedoch hätten die beten Profi-Fotografen vor 10 Jahren noch 50.000 Euro gezahlt um eine Kamera zu bekommen, die du heute für ein paar hundert Euro auf Amazon bestellen kannst.

Hier ein sehr interessantes Video von Benjamin Jaworskyj, über die Vor- und Nachteile einer Mittelklasse Systemkamera, wie der Sony A6000:

Diese Ausstattung solltest du von einer Mittelklasse-Systemkamera erwarten

  • Bildqualität:
    Für 500 bis 1.000 Euro musst du heutzutage fast keine Abstriche mehr in der Bildqualität machen. Es gibt zwar teurere Modelle, wie beispielsweise die Sony A7R ||, die deutlich mehr Megapixel bieten. Jedoch brauchen die wenigsten Fotografen so viele Pixel. Wenn du an eine Mittelklasse-Systemkamera zusammen mit einem guten Objektiv benutzt, wirst du Ergebnisse erzielen, mit der du ohne Probleme große Drucke anfertigen kannst.
  • Rauschverhalten:
    Man muss aber sagen, dass Vollformat-Systemkameras (Systemkameras mit einem sehr großen Sensor) aufgrund der geringeren Pixeldichte auf dem Sensor ein besseres Rauschverhalten aufweisen. Ein gutes Rauschverhalten für wenig Geld bringt die Sony Alpha 6000, da sie im Vergleich zu den Kameras von Olympus und Panasonic mit einem größeren APS-C Sensor ausgestattet ist.
  • 4K-Video:
    Viele Modelle dieser Preiskategorie bieten die Möglichkeit mit 4K aufzunehmen. Wenn du dich auf das Aufnehmen von Videos spezialisieren willst ist neben der Auflösung ebenfalls wichtig, dass die Kamera einen guten Autofokus im Videomodus, genügend Frames per Second (FPS) und einen Klinkenanschluss für ein externes Mikrofon besitzt. Wenn du dich nur auf das Aufnehmen von Videos spezialisieren willst, kann auch eine Kompaktkamera für dich eine gute Möglichkeit sein. Beispielsweise bieten Premium-Kompaktkameras, wie die Sony RX100 einen guten Videomodus auf sehr kleinem Raum. Für 600€ in der Systemkamera-Welt, baut eigentlich nur Panasonic gute Kameras, die auch 4K bieten. Zum Beispiel die Panasonic Lumix G70 Systemkamera.
  • Bildstabilisierung:
    Einige, aber nicht alle Mittelklasse Systemkameras bieten einen intigrierten Bildstabilisator. Jedoch solltest du wissen, dass viele Hersteller einen Bildstabilisator im Objektiv verbauen! Trotzdem setzen immer Systemkameras auf eine intigrierte Bildstabilisierung. Olympus verbaut auch in den meisten ihrer günstigen und mittelpreisigen Systemkameras sehr gute Bildstabilisatoren, wie beispielsweise bei der Olympus E-M10 II.
  • Spritzwasserschutz:
    Sehr wenige der niedrigpreisigen Systemkameras besitzen ein spritzwassergeschütztes Gehäuse. Wenn du für unter 1.000€ eine spritzwassergeschützte Systemkamera brauchst, solltest du dir die Panasonic Lumix DMC-G81 oder die Nikon 1 AW1 (für die es aber nur sehr wenige Wechselobjektive gibt) genauer ansehen.Systemkamera im Wasser
  • Objektiv-Auswahl:
    Die Auswahl an Objektiven für eine Systemkamera hängt eigentlich nicht mit dem Preis zusammen. Jeder Hersteller hat für seinen eigenen Objektivanschluss Einsteiger-, Mittelklasse- und Profi-Systemkameras im Repertoire.
  • Touchscreen:
    Alle neu auf den Markt kommenden Systemkameras bieten mittlerweile eigentlich einen Touchscreen an. Lediglich etwas ältere Modelle, wie zum Beispiel die Alpha 6000 von Sony, haben keinen Touchscreen. Meiner Meinung nach ist ein Touchscreen ein nützliches „nice-to-have“, aber bei weitem nicht das wichtigste Kriterium. Ich fotografiere seit fast 2 Jahren mit der Alpha 6000 und habe einen Touchscreen eigentlich nicht vermisst.

Wann solltest du mehr (oder weniger) Geld ausgeben

 

Euro IconWenn du dich ein bisschen mit der Fotografie beschäftigst, wird dir sehr schnell eines auffallen: Objektive sind viel wichtiger als die eigentliche Kamera. Selbst wenn du mit 2.000€ in die Fotografie einsteigen willst, macht es in den meisten Fällen mehr Sinn für dich, wenn du mit einer Mittelklasse-Systemkamera einsteigst und dir für das restliche Geld ordentliche Objektive kaufst.

Gute Objektive sind deutlich wichtiger als die Kamera selbst!

Eine Profi-Systemkamera macht also nur für dich Sinn, wenn du es richtig ernst meinst und du dich auf jeden Fall näher mit der Fotografie beschäftigen willst. Oder aber wenn du auf neue Features, wie 4K Video, einen Silent-Shutter oder den schnellsten Autofokus nicht verzichten willst.

Wenn du vom Budget her sehr beschränkt bist, kann auf jeden Fall eine Einsteiger-Systemkamera für dich Sinn machen. Diese sind meistens schon ein paar Jahre alt und haben nicht die neuesten Funktionen, machen jedoch auch noch super Fotos. Vorallem wenn du dir noch nicht sicher bist, ob du dich in Zukunft näher mit der Fotografie auseinandersetzen willst kann eine Einsteiger-Systemkamera für dich die richtige Option sein. Wenn du auf der Suche nach Schnäppchen bist, solltest du dich außerdem auf dem gebraucht-Markt (zum Beispiel auf Ebay) genauer umsehen.

Beine retro Kamera

[FAZIT] Deshalb solltest du dir eine Mittelklasse-Systemkamera kaufen

Mittelklasse-Systemkameras sind für die meisten Fotografen ein super Einstieg in die Welt der spiegellosen Fotografie. Auf der einen Seite haben sie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und auf der anderen Seite verzichten sie nicht auf wichtige Features, wie gute Bildqualität und man wird mit ihnen auch in mehreren Jahren noch gute Fotos machen können.

Wenn du weißt, dass du in den nächsten Monaten auf keinen Fall mehr als 1.000 Euro für deine Systemkamera ausgeben willst, macht es Sinn dir eine der unten aufgelisteten Modelle für 600€ zu kaufen und dazu noch ein gutes Objektiv deiner Wahl.

Wenn du eine persönliche Frage hast und dir nicht sicher bist, wieviel Geld du für eine Systemkamera ausgeben willst: Schreibe einfach einen Kommentar und ich werde dir persönlich weiterhelfen 🙂


[TOP 3] Meine Empfehlungen für 500 bis 1.000€

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Sony Alpha 6000 Titelbild 1 Preis-Leistungs-Sieger Panasonic Lumix GX80 Systemkamera Micro Four Thirds Bestseller Olympus E-M10 II Systemkamera
Modell Sony Alpha 6000 SystemkameraPanasonic Lumix GX80 SystemkameraOlympus E-M10 II Systemkamera
Preis

538,98 €

529,60 €

599,00 €

Testergebnis

92.5%

"Beste Systemkamera seiner Preisklasse!"

90%

"Bestes Modell aller Micro Four Thirds Systemkameras!"

-
HerstellerSonyPanasonicOlympus
Objektiv-AnschlussSony E-MountMicro Four ThirdsMicro Four Thirds
SensorgrößeAPS-C (373 mm²)Micro Four Thirds (225 mm²)Micro Four Thirds (225 mm²)
Auflösung24.3MP16MP16.1MP
Geschwindigkeit11FPS8FPS8.5FPS
Touchscreen
4K Video
Spritzwasserschutz
Bildstabilisierung
Preis

538,98 €

529,60 €

599,00 €

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Kommentare


Karl Enderes 26. Oktober 2017 um 18:17

Hallo,
vielen Dank für Deine guten Tips.
Ich habe seit langem eine Sony A55. Dazu das Tamron 16-50/2.8 und SAL18-250, Sony blitz…
Da ich Technikliebhaber bin, suche ich schon länger eine Ablöse, habe aber bisher nicht wirklich den Hit gefunden. Ich bin absolut kein Profi mag aber einfach gute Bilder. Meist Familie und Landschaft und was halt so kommt. Im Moment tendiere ich irgendwo zwischen A6300 und A6500. Oder A 77 II. Vielleicht hast du eine ähnliche Frage schon mal gehabt oder kannst mir einen Schubs in die richtige Richtung geben. Liebe Grüße, Karl

Antworten
Alex

Alex 28. Oktober 2017 um 08:29

Hallo Karl,
dankeschön! Es freut mich immer zu hören, wenn ich meinen Lesern weiterhelfen kann.

Meiner Meinung nach solltest du dich als erstes Entscheiden, ob du in Zukunft mit einer Systemkamera oder einer Spiegelreflexkamera fotografieren willst. Neben den üblichen Pro- und Contra-Argumenten, die für oder gegen eine DSLM sprechen (digitaler Sucher, kompakter, weniger Objektivauswahl, …), spielt bei dir natürlich noch eine Rolle, dass du schon mehrere gute Objektive für den A-Mount besitzt. (Hier habe ich einen kompletten Artikel über den Vergleich von DSLR’s und DSLM’s geschrieben.) Familie und Landschaft kannst du mit beiden Kameras sicherlich sehr gut fotografieren, jedoch kannst du bei der A6300/A6500 deine Objektive nur mit Adapter anschließen (bei dem Blitz bin ich mir nicht sicher.)

Ich persönlich würde aufgrund des digitalen Suchers und der kompakteren Abmessungen (was auch ein negatives Argument sein kann) nicht mehr zu einer DSLR zurück gehen wollen.

Mein Tipp an dich: Gehe mal in einen Kamera-Laden, probiere die Sony Systemkameras aus. Ob es der Umstieg für dich Wert ist kannst nur selbst entscheiden 😉

Und zu A6300 oder A6500:
Nachdem die A6000 ein ziemlicher preisknaller war, ist die neue A6500 eher nicht die preiswerteste Kamera. Für die meisten Hobby-Fotografen lohnt sich der Aufpreis meiner Meinung nach eher nicht lohnen, außer du brauchst unbedingt eine eingebaute Bildstabilisierung.

Konnte ich dir etwas weiterhelfen?

Viele Grüße
Alex

Antworten

Karl Enderes 30. Oktober 2017 um 14:45

Hallo Alex,
Danke für Dein Feedback. Hat mir absolut geholfen.
ich habe die Kameras heute mal verglichen. Da bin ich bei Dir. Für einen Hobbyisten, wie mich, kommt die A77 eigentlich nicht mehr in Frage. Somit wird es sich wohl zwischen 6000, 6300 und 6500 entscheiden. Ist schlussendlich natürlich eine Geldfrage, zum Anderen kauft man als Techniker nicht gerne ein „Auslaufmodell“. Sachlich gesehen eine 6000 oder 6300 mit ein paar guten Objektiven. Herz über Kopf?
Vielen Dank und beste Grüße,
Karl

Antworten
Alex

Alex 30. Oktober 2017 um 19:10

Hallo Karl,
Da kann ich dich voll und ganz verstehen. Das Techniker-Herz sagt: „Du brauchst das neueste Modell“ aber der rationale Kopf sagt: „Das Vorjahresmodell ist fast nicht schlechter und kostet fast nicht mehr.“
Aber versuche es vielleicht einmal so zu sehen: Dein Techniker Herz wird sich sicher auch freuen, wenn es ein sexy Objektiv mehr gibt, oder 😉 ?
Wie auch immer…gute Fotos machen sie mittlerweile sowieso alle.
Also viel Spaß beim Bilder schießen!

Antworten

Jessica 15. Dezember 2017 um 10:55

Hallo, vielen Dank für den tollen Artikel.
Ich möchte es nun endlich angehen und mir meine erste „richtige“ Kamera kaufen. Nachdem ich nun schon relativ lange versuche mich mit dem Thema auseinander zu setzen, bin ich mir jetzt eigentlich sicher, dass eine Systemkamera perfekt für mich wäre. Ich habe aber das Problem, welches Modell, jeder sagt mir was anderes und inzwischen weiß ich nicht mehr weiter, immer wenn ich ein Modell finde, bei dem ich denke, das es das perfekt ist, finde ich etwas was es dann doch wieder ausschließt. Vielleicht könntest du mir weiterhelfen? Mein Budget liegt bei um die 800 Euro (Studentenbudget ;)) für Kamera und Objektiv (wenn die für mich perfekte Kamera etwas mehr kostet ist es auch ok,), ich möchte vor allem Tiere fotografieren, auch in schneller Bewegung, bei dem ich nur ein sehr enges Zeitfenster für das Bild habe (vor allem Schlittenhunde und Pferde), da Schlittenhunderennen auch bei schlechtem Wetter stattfinden und ich viel draußen fotografieren möchte, sollte die Kamera (denke ich, vielleicht geht es auch ohne) Spritzwassergeschützt sein. Auch Portraitfotografie reizt mich sehr, sowohl von Tier als auch Mensch. Außerdem wäre es super wenn sie auch bei nicht so tollem Licht passable Bilder macht, da ich auch gerne am Morgen und Abend bei nicht so gutem Licht bzw. Nebel Bilder machen würde. Ich weiß, das sind eine Menge Anforderungen, aber ich möchte mich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und ich denke mit einer reinen Einsteigerkamera werde ich nicht glücklich, da ich, wenn ich was beginne recht ehrgeizig bin. Ich hoffe du hast nun vielleicht eine Kamera und ein Objektiv für den Anfang für mich im Kopf, auf dem ich weiter aufbauen kann (mit weiteren Objektiven etc.), aber im Endeffekt geht es mir darum, schöne Bilder von Tieren im Portrait und in der Bewegung zu machen.
Lg aus dem Schwarzwald
Jessica

Antworten
Alex

Alex 16. Dezember 2017 um 07:34

Hi Jessica,

sehr gerne. Freut mich, wenn ich dir etwas weiterhelfen konnte 🙂

Cool, dass du dich für eine Systemkamera entschieden hast. Ich gehe im folgenden einfach mal auf jeden deiner Anforderungen einzeln ein:
1. Preis < 800€ Da auch ich Student bin, weiß ich dass Fotografieren ein teures Hobby ist. Aber mit 800€ solltest du durchaus ein ordentliches Modell finden. Denkbar wäre auch, dass du dir ein Vorjahresmodell für etwas weniger Geld kaufst und dazu noch ein zweites Objektiv. 2. Bilder bei schnellen Bewegungen (Schlittenhunde & Pferde) Das größte Problem hier ist ein schneller Autofokus und eine gute Serienbildfunktion. Wie gut der Autofokus funktioniert erfährst du am besten, indem du dir einen Systemkamera Test durchliest. Die Serienbildfunktion sollte nicht nur relativ schnell sein (über 7 Bilder/s Sekunde sollte reichen), sondern auch lange genug anhalten können (manche Kameras können das für 1 Sekunde machen, bevor der Puffer voll ist). Gehe am besten einmal in einen Elektroladen und probiere den Serienmodus aus! Eine Frage an dich: Wie weit sind die Schlittenhunde und Pferde eigentlich entfernt? Weil um so weiter sie weg sind, umso näher solltest du mit dem Objektiv natürlich auch heranzoomen müssen. Gerade bei Pferde, die evtl. 50m entfernt von dir sind, wirst du wahrscheinlich mit dem Kit-Objektiv nicht soo glücklich und solltest über ein Teleobjektiv nachdenken. 3. Portraitfotografie Mit "schönen" Portraitfotos meinst du wahrscheinlich Fotos mit einem verschwommenen Hintergrund, also einem attraktiven "Bokeh". Dafür gibt es Festbrennweiten (zwischen 30 und 80 mm), die eine offene Blende haben (z.B. F1.8). Da das Kit-Objektiv eine relativ kleine Blende hat bekommst du dadurch keine so schöne Hintergrundschärfe. Aber für den Anfang und zum herumprobieren sollte es dir eigentlich reichen 🙂 Je nach System kosten die "günstigsten" Portrait-Objektive zwischen 200 und 300€. Oder du versuchst dich am Adaptieren von älteren Film-Objektiven. Dadurch kannst du schon ab ~20€ ein sehr offenblendiges (aber komplett manuelles) Objektiv bekommen. (Falls es dich interessiert: Hier gehe näher darauf ein: https://test-systemkamera.de/mft-objektive/#3-bonus-tipp-hochqualitative-objektive-fuer-nur-20e)

4. Outdoor geeignet
Spritzwasserschutz ist bei allen Systemkamera-Hersteller eine Eigenschaft, die den teureren-Modellen vorbehalten ist. Das günstigste spritzwassergeschützte Modell, das ich finden konnte, ist die
Lumix G81.
Wenn das aber nicht unbedingt deine erste Priorität ist, würde ich das erst einmal außen vorlassen. Ich selbst fotografiere mit einer Alpha 6000, die auch nicht spritzwassergeschützt und hatte bisher eigentlich keine Probleme. Ein paar Tropfen sollte jeder Kamera eigentlich nichts ausmachen.

5. Gutes Rauschverhalten (bei wenig Licht)
Die Kamerasensoren und dessen Perfomance bei wenig Licht, hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Wenn du das beste für dein Geld herausholen willst, was das schießen von Bildern bei wenig Licht angeht, solltest du eine Kamera mit einem größeren Sensor kaufen (in deinem preissegment also APS-C anstatt Micro Four Thirds). Deine Objektive sollten außerdem eine große Blende haben, damit der Sensor mehr Licht bekommt.

…Lange Rede, kurzer Sinn.
Du willst jetzt bestimmt, dass ich dir die eine Kamera empfehle, die perfekt für dich ist 😉
Leider gibt es die nicht.
Was du dir auf jeden Fall überlegen solltest, ist, dass du weißt welches Objektiv für das Fotografieren von den Schlittenhunden von Pferden brauchst. Reichen die 50mm von einem Kit-Objektiv (das Objektiv, das in der Regel mitgeliefert wird)? Oder brauchst du ein 200mm Teleobjektiv? –> Wenn du mit deiner Handy-Kamera fotografierst. Sind die Pferde/Schlittenhunde dann nur ein kleiner Punkt auf dem Display, oder füllen sie durchaus einen Viertel des Bildschirms aus?
Die Sony Alpha 6000 ist eine super Kamera, auch wenn sie schon etwas älter ist. Da sie mit Kit Objektiv nur ~550€ kostet, hast du immer noch ein restliches Studentenbudget von 250€ für ein Tele-Objektiv (das hier) um sehr nahe an deine Pferde heranzoomen zu können, oder für ein Portrait-Objektiv, um ein schönes Bokeh zu bekommen (das hier). Eine Übersicht zu den besten E-Mount Objektiven findest du hier.
Im Micro Four Thirds Segment, ist die oben vorgestellte Panasonic Lumix G81 bietet dir insgesamt wahrscheinlich das beste Gesamtpaket, da sie etwas moderner ist und außerdem einen Spritzwasserschutz hat. Außerdem hat das Kit-Objektiv einen deutlich größeren Zoom-Umfang, weshalb du evtl. gar kein Objektiv brauchst, um deine Pferde fotografieren zu können. Oder du entscheidest dich für ein günstigeres Micro Four Thirds Modell (wie die Olympus OMD E-M10 II) oder die Panasonic GX80) und hast noch ~200€ für ein zusätzliches Objektiv.

Alle Anforderungen kannst du mit deinem Budget also nicht erfüllen. Es ist vielmehr die Frage, ob du auf die Portrait-Fotografie, die Zoom-Funktion oder den Spritzwasserschutz am meisten Wert legst.

Bei Fragen, gerne her damit!

Viele Grüße aus dem Schwarzwald zurück (aus Staufen)

Alex

Antworten

Jessica 17. Dezember 2017 um 16:35

Wow, vielen Dank für deine ausführliche Antwort 🙂
Ich dachte jetzt eigentlich ich weiß was ich mache, ich nehme die Sony alpha 6000 mit dem Kit-Objektiv, das SEL50F18B und nächstes Jahr hole ich mir ein richtig gutes Teleobjektiv, an diesem Punkt bin ich nun aber doch ins Wanken gekommen. Die Auswahl an Objektiven, vor allem Teleobjektive im bezahlbaren Bereich halten sich für die Sony alpha 6000 doch sehr in Grenzen :/ Jetzt bin ich kurz davor doch zu einer Spiegelreflex zu greifen und mir später z.B. das Tamron SP 70-200 mm F/2.8 (gebraucht ab 500 Euro) zu holen. Mit Adaptern scheint es ja mit der Sony leider nicht sehr gut zu klappen :/.
LG Jessica

Antworten
Alex

Alex 18. Dezember 2017 um 19:06

Sehr gerne. Freut mich, wenn ich dir etwas helfen konnte.
Ja das stimmt. Ich finde Sony echt super, aber im Telebereich hat man so gut wie keine Auswahl.
Hast du dir schon einmal Gedanken zu einer MFT Kamera gemacht? Olympus und Panasonic haben auch super Kameras im Reportoire und das Preis-Leistungsverhältnis der Objektive kann meiner Meinung nach mit Canon DSLR-Objektiven mithalten.

Zum Beispiel könntest du dich für die Panasonic Lumix GX80 (oder eine andere MFT Kamera in diesem Preissegment. Die haben auch gute und sehr kompakte Kit-Objektive.
Später könntest du dir ein gutes Teleobjektiv kaufen, wie zum Beispiel dieses hier. (Hier findest du eine Übersicht der meisten MFT-Objektive: https://test-systemkamera.de/mft-objektive/ )

Wenn du mit der Größe einer DSLR zurecht kommst, hast du aber insgesamt doch eine größere Auswahl an Objektiven, das stimmt. Ich persönlich würde aber nur extrem ungern auf einen digitalen Sucher verzichten. Ob das für dich okay ist, erfährst du aber am besten, indem du es einfach mal selbst ausprobierst.

Viele Grüße
Alex

Antworten

Tatiana 15. März 2018 um 18:49

Hallo Alex,
hatte dir schon mal wegen MFT-Objektiven geschrieben, da hätte ich mich für ne Lumix GX80 entschieden. Jetzt tendiere ich aber zu ner Fuji XA5, zumindest hat der Fotohändler da ganz klare Präferenzen. Aber die Objektive kosten mal ganz schön Geld, wenn ich nen lichtstärkeres Telezoom brauch, was vernünftig ist. Brauch es für Indoor, wo ich Akteure auf der nicht immer gut beleuchteten Bühne fotografier. Das Kitobjektiv deckt den unteren Brennweitenbereich ab, für meine Außenaufnahmen. Des ist ganz okay wohl. Bin absolut nicht entscheidungsfreudig. Hatte die GX 81 auch in der Hand, aber bloß beim Media Markt. Der Fotomensch hatte echt ne Menge Argumente für seine Cam. Bildstabi im Objektiv ist besser, Sucher braucht man nicht unbedingt, und lichtstärker ist die Fuji durch den Sensor per se und liefert sowieso die geileren Bilder. Aber ich find keine Testberichte, weil das Ding zu neu ist. Preislich liegt die ja im ähnlichen Rahmen wie die GC 81. Was würdest du mir raten?
VG, Tatiana

Antworten
Alex

Alex 16. März 2018 um 11:17

Hallo Tatiana,
wo genau hattest du mir denn schon einmal geschrieben? (Unter diesem Beitrag war es glaube ich nicht, oder?)
Puh… Bei solchen „Fotohändlern“ bin ich immer etwas vorsichtig. Es gibt sicher auch viele gute, aber auch viele die einfach ihre neuen Kameras verkaufen wollen, oder die Modelle anbieten, bei denen sie mehr Provision bekommen.
Bei Fuji kosten die Objektive tatsächlich etwas mehr. Ich würde allgemein sagen, dass der Preis durchaus angebracht ist, jedoch gibt es nur wenige günstigeren Objektive von Drittherstellern, wie bei den E-Mount Objektiven oder den MFT Objektiven.
Die teuersten Objektive sind im allgemeinen offenblendige Tele-Objektive…Das ist nicht nur bei Fuji so … Qualität hat eben seinen Preis.

Zu den „Argumenten“ vom Fotomenschen:
– Dass ein Bildstabi im Objektiv besser ist, höre ich jetzt auch das erste Mal
– Ob du einen Sucher brauchst, kannst nur du entscheiden… Im Allgemeinen kann er in vielen Situationen aber sehr hilfreich sein und ist bei den meisten Konkurrenten einfach mit verbaut.
– Auch Sony verbaut gleich große APS-C Sensoren.

Bei neuen Kameras, wäre ich immer etwas vorsichtig. Ich persönlich habe sie noch nicht getestet. Auf dem englischen Markt findest du oft mehr und bessere Tests der Kameras (z.b. bei YouTube)

Hast du dir schon einmal Gedanken zu Sony-Kameras gemacht?
Die Alpha 6000 ist nicht ohne Grund schon seit mehreren Jahren bei Amazon* auf Rang 1 und bietet meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Hoffentlich konnte ich dir etwas helfen 🙂

Viele Grüße
Alex

Antworten

Tatiana 22. März 2018 um 08:17

Hallo Alex,

ich habe mir jetzt einfach die Fuji XA 5 gekauft, mit einem Telezoom noch dazu 🙂 . Deinen Tipp mit den englischen Seiten habe ich gleich umgesetzt und deutlich mehr gefunden. Das Problem mit dem Autofokus habe ich dann beim Ausprobieren in besagtem Fotogeschäft nochmal angeschaut. War jetzt kein wirkliches. Und ausschlaggebend war die verblüffte Reaktion meines Schwagers, den ich mitgeschleppt hab, der nur so gestaunt hat, was das Teil für tolle Bilder macht (und wie gut sie in dunkler Umgebung klar kommt). Er kennt nur Spiegelreflexkameras, die er schon seit Jahren zur Hobbyfotografie einsetzt. Er kannte auch den Händler, und von daher habe ich einfach zugeschlagen. Vor- und Nachteile haben sie alle.
Und ich muss schon sagen, die ersten Bilder sind mal echt schön geworden. Im Automatikmodus :D. Habe mit der alten Kamera mal Vergleichsfotos gemacht. Nun ja, war ja klar, wer gewinnt 😉 Abends habe ich dann nen Bandauftritt zu fotografieren gehabt und die Kamera und ich haben des scho ganz gut hingekriegt. Sehr geile Farben, sehr scharf.
Danke für deine Antworten und ich werde auch weiter auf deiner Seite vorbei schauen. Da gibts voll viele und vor allem tolle Tipps , die auch noch sehr schön für Anfänger aufbereitet sind. Danke!!

Viele Grüße,
Tatiana

Antworten
Alex

Alex 24. März 2018 um 14:18

Hi Tatiana,
freut mich, dass du eine Kamera gefunden hast.
Dass sie alle Vor- und Nachteile haben stimmt vollkommen. Ich beschäftige mich nun ca. seit einem Jahr täglich mit Systemkameras und das wichtigste, dass ich dabei gelernt habe ich wahrscheinlich, dass es gar nicht so wichtig ist, für welches Modell man sich schlussendlich entscheidet 😀
Viel Spaß weiterhin mit der Kamera und beim Fotografieren von Konzert und sonstigen Events! (Ich fotografiere in zwei Monaten meine erste Hochzeit…darauf bin ich auch schon ziemlich gespannt)
Liebe Grüße
Alex

Antworten

Tatiana 28. März 2018 um 13:08

Danke gleichfalls! Wird bestimmt saucool 🙂


Sandra 3. April 2018 um 15:37

Hallo Alex,
vielen Dank für deine echt hilfreiche Seite.
Ich möchte mir gerne eine Systemkamera aus dem mittleren Preissegment kaufen und bräuchte da ein paar Anregungen.
Ich würde gerne tolle Reisefotos (Landschaft, Menschen, Selfies, Streetfotos) machen und sie soll handlich und gut im handling sein.
Beim „grabbeltest“ hatte ich die Sony Alpha 6000 und die Canon eos m6 in der Hand und fand beide auf den ersten Blick ganz griffig. Bei der Sony hat mir nicht so gut gefallen, dass man das Display nicht ganz hoch klappen kann, ich bin mir nicht so sicher, ob ich das für Selfies nicht toll fände. Allerdings habe ich irgendwo gelesen, dass man die auch mit dem Smartphone steuern kann?
Die Canon ist natürlich deutlich teurer (dafür könnte ich im Set bereits ein zweites Objektiv zur Alpha 6000 bekommen), da gefällt mir das mit dem Display viel besser.
Was kannst du mir raten?

Antworten
Alex

Alex 9. April 2018 um 16:21

Hallo Sandra,

dankeschön für dein Lob!
Ich würde dir von der Canon abraten. Rein aus dem Grund, dass Canon seine Systemkameras nicht ernstzunehmen scheint und es sehr wenige M-Mount Objektive gibt (so heißt glaube ich der Objektivanschluss von Canon-DSLM’s).

Wieviel darf deine neue Kamera denn kosten?

Wenn du oft Selfies machen willst, ist vielleicht eine MFT-Kamera von Panasonic oder Olympus das richtige für dich. Dort gibt es einige empfehlenswerte Modelle im gleichen Preissegment, bei denen du das Display nach vorne klappen kannst.

Aber abgesehen davon kann ich dir die Sony Alpha 6000 mit bestem Gewissen empfehlen 🙂

Viele Grüße
Alex

Antworten

Sandra 9. April 2018 um 16:59

Hi Alex,
cool, vielen Dank. Ja, vielleicht überwerte ich ja dieses Selfie-Ding auch… Da bin ich mir eben echt unsicher, will aber ja auch nicht nächstes Jahr eine andere Kamera kaufen….
Wenn du sagt, du kannst mir von Panasonic oder Olympus noch Kameras empfehlen, welche wären das denn, damit ich mir die mal anschauen und vorallem den „Grabbeltest“ machen kann…
Viele Dank für deine Hilfe. Ich werde auf jeden Fall berichten. Eigentlich tendiere ich ja auch zur Sony… Hast du Erfahrungen mit der Steuerung über eine App?

Viele Grüße
Sandra

Antworten
Alex

Alex 10. April 2018 um 09:43

Hi Sandra,

mit der App habe ich bisher leider keine persönlichen Erfahrungen gemacht.
Aber da gibt es sicher einige hilfreiche Videos auf YouTube, wie beispielsweise dieses hier: https://www.youtube.com/watch?v=MgnUXJPVrh8 oder dieses hier: https://www.youtube.com/watch?v=oWil7VdE9bU
Wenn du nochmal einen „Grabbeltest“ machst, könntest du dir zum Beispiel mal die Panasonic G70*. Sie hat meiner Meinung nach ein super Preis-Leistungsverhältnis und ein Display, das du nach vorne klappen kannst.
Auch hierfür gibt es eine App für iOS und Android. Mehr Infos findest du zum Beispiel in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=oamIxfdoQRQ

Warum tendierst du gerade noch eher zur Sony?

Viele Grüße
Alex

Antworten

Sandra 10. April 2018 um 10:08

Hi Alex!
Danke für die schnelle Antwort.
Ich wollte ja abklären, was du von der Canon hältst. Ich fand die ja ganz cool, aber das reicht mir nicht, so viel Ahnung habe ich ja nicht. Das was du geschrieben hast, hatte ich schon gehört, somit ist die raus und dann tendiere ich schon zur Sony. Warum? Die hat so viele gute Bewertungen (alle scheinen sie zu lieben!) und die können ja nicht täuschen. Nach deinen Berichten und Ratschlägen an Andere halte ich dich für ziemlich erfahren (auch wenn wir uns ja nicht kennen!). Und dann hat sich bei mir eingeprägt, dass es am Ende gar nicht soooo sehr auf die Kamera ankommt, sondern eher auf das Objektiv und da würde ich gerne noch mal schauen, was für mich sinnvoll ist…
Ich werde mir die Panasonic noch mal anschauen und dann entscheiden. Das ist aber auch schwierig.
Vielen Dank für deine Hilfe.

Viele Grüße
Sandra

Alex

Alex 10. April 2018 um 17:13

Hi Sandra,

sehr gerne 🙂 Ich habe gerade sowieso wenig Vorlesungen, da versuche ich so flott zu antworten, wie möglich.

Das ist vollkommen richtig, dass es am Ende nicht so sehr auf die Kameras drauf ankommt. Nachdem ich nun schon einige Sytemkameras getestet habe, kann ich sagen, dass die meisten Modelle in der gleichen Preisklasse sich schon ziemlich ähnlich sind.
Die Alpha 6000 empfehle ich (wie du auf meiner Seite sehen kannst) sehr gerne, aber sie hat nunmal kein Selfie-Display. Da du gesagt hast, dass dir das doch ziemlich wichtig ist, habe ich dann doch dazu tendiert, dir die Panasonic zu empfehlen.
Aber du machst mit beiden Kameras nichts falsch, da es beide zwei DSLM’s mit einem super Preis-Leistungsverhältnis sind.
Ich würde deine Entscheidung auch noch etwas davon Abhängig machen, welche Objektive du evtl. in Zukunft kaufen willst (wahrscheinlich kennst du schon meinen MFT Objektiv-Ratgeber und meinen E-Mount Objektiv-Ratgeber)
Aber wenn du bei der Objektiv-Auswahl keine besonderen Vorlieben hast, wirst du bei beiden Objektivanschlüssen fündig 🙂

Deshalb mein Fazit:
Wenn du unbedingt das Selfie-Display willst, greife zur Panasonic. Ansonsten greife zur Sony. In beiden Fällen machst du aber nichts falsch und bekommst eine super Kamera.

Viele Grüße
Alex

Sandra 27. April 2018 um 22:00

Moin Alex,
Ich wollte nur kurz berichten, dass ich jetzt die alpha6000 gekauft habe. Die kam gestern an und ich habe heute ein bisschen rumgespielt. Ich bin jetzt schon begeistert und will sie gar nicht weglegen 😀
Selfies gehen blind und es klappt super soweit.
Danke danke danke!
Ich habe jetzt erst mal das Kit gekauft und entscheide später (spätestens vor unserem Urlaub) welches Objektiv ich dazu haben möchte.
Viele Grüße
Sandra

Alex

Alex 28. April 2018 um 19:53

Moin Sandra,
das freut mich 🙂
Ich kann mich auch noch dran erinnern, als meine A6000 ankam und ich sie gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Viel Spaß beim experimentieren!
Und wenn du weitere Fragen hast, bist du natürlich immer willkommen 🙂
Liebe Grüße
Alex


Martina 6. April 2018 um 17:42

Lieber Alex,

erstmal muss ich sagen, Hut ab für die umfangreichen und gut erklärten Infos. Da steckt ja ein Wahnsinns-Arbeit hinter!!
Zu mir: Ich fotografiere sehr gerne, habe aber Null Ahnung. Da ich gerne Vögel fotografiere, habe ich mir vor ein paar Jahren eine Bridgekamera (Sony Cyber Shot mit 30fachem Zoom) gekauft. Am Anfang war ich begeistert, weil es natürlich für mich mit einer ganz normalen Digitalkamera ein Quantensprung war.
Aaaber: Ich fotografiere auch gerne Landschaften und Architektur und ich denke, ich habe -wie so viele – ein gutes Auge für Kompositionen und bin dann vom Ergebnis immer enttäuscht. Nun bin ich kürzlich zufällig auf den Begriff „Systemkamera“ gestoßen, da hat jemand die Alpha 6000 sehr gelobt. Nun google ich heute um zu erfahren, was das überhaupt genau bedeutet und ob es für mich sinnvoll ist.

Ich will auf jeden Fall bessere Qualitäten erreichen, aber ich kann und will mich nicht in das 1×1 der Fotografie einarbeiten. Von Blenden/Belichtung etc. habe ich keine Ahnung, die Kamera soll das gut selber machen können. Ich möchte auch bei schlechtem Licht ohne Blitz gute Aufnahmen machen können (ggfs. mit Stativ, gerne aber auch aus der Hand). Ich möchte interessante Landschaftsaufnahmen und Architekturaufnahmen machen. Und ich möchte natürlich weiterhin Vögel fotografieren, hierfür ist ein gutes Teleobjektiv natürlich unerlässlich. Die Bridgekamera hat da den Nachteil, dass sie nicht sauber fokussieren kann, wenn der Vogel im Baum sitzt und irgendwelche Zweige/Blätter im Vordergrund sind.

Was mir auch wichtig ist bzw. ich sehr interessant finde: Das Fernauslösen über Smartphone und WLAN-Foto-Übertragungsmöglichkeit. Wenn ich das richtig gegoogelt habe, geht das mit der Alpha 6000 nur mit NFC-fähigen Geräten (habe ich nicht, ich habe IPhone 5S und Ipad Air II). Gerade auf Reisen ist das praktisch, wenn ich mein Reisetagebuch mit guten Fotos von der Kamera bestücken will, statt nur mit den Handyfotos. Außerdem ist das Fototeilen immer sehr mühsam, wenn ich erst die Kamera an den PC anschließen muss, dann in die Wolke hoch laden, dann mit Freunden teilen, etc.

So, was würdest Du mir empfehlen??? Ach so, das Budget spielt ja auch eine Rolle: Denke da an die EUR 500,– bis EUR 600,–; Objektive würde ich ggfs. gebraucht dazu kaufen.

Herzlichen Dank schon jetzt für Deine Rückmeldung

beste Grüße

Martina aus Köln

Antworten
Alex

Alex 10. April 2018 um 09:34

Hallo Martina,

dankeschön für dein Lob!

Das kann ich gut verstehen. Deine Bridgekamera (oder auch dein Smartphone) hat auch einen deutlich kleineren Sensor, als beispielsweise die Alpha 6000. Weshalb dort schon gewisse Limits bestehen und man relativ schnell an seine Grenzen kommt.
In das 1 x 1 der Fotografie musst du dich auch gar nicht unbedingt einarbeiten (auch wenn es durchaus interessant sein kann). Zum Beispiel hat die Alpha 6000 genau, wie auch deine Bridgkamera einen Automatikmodus, bei dem du lediglich auf den Auslöser klicken musst.
Egal für welche Systemkamera du dich entscheidest, ein Tele-Objektiv zu finden, das von der Reichweite mit deiner Bridgekamera mithalten kann, wird ziemlich teuer.

Das mit dem Fernauslöser habe ich bisher noch gar nicht ausprobiert bei der Alpha 6000. Aber ich würde schon vermuten, dass es auch ohne NFC geht. (gibt es diese Sony Connect App nicht auch für IOS?).

Das mit den Tele-Zooms solltest du dir auf jeden Fall nochmal überlegen, da es (aufgrund des größeren Sensors) deutlich teurer ist, Objektive mit der gleichen „Reichweite“ zu bekommen. Wenn dir das Fotografieren von Vögeln sehr wichtig ist, könntest du darüber nachdenken nicht doch zu einer Spiegelreflexkamera zu greifen, da es beispielsweise für Canon eine deutlich größere Auswahl an preiswerten Tele-Objektiven gibt.

Aber ansonsten ist eine Systemkamera schon ganz nett und ich glaube, dass du nicht unbedingt gleich ein 2.000€ Objektiv benötigst. Von dem her ist wahrscheinlich die Alpha 6000 + 55-210mm Objektiv* eine guter Einstieg, um schöne Landschaftsaufnahmen zu machen, aber ebenfalls mit dem Tele-Objektiv ein bisschen in die Wildlife-Fotografie einzusteigen.

Hoffentlich habe ich dich nicht zu sehr verwirrt und konnte dir etwas helfe 🙂
…Falls noch Fragen bestehen. Einfach melden!

Viele Grüße und viel Spaß beim Fotografieren!
Alex

Antworten

Martina 10. April 2018 um 20:36

Hallo Alex,
vielen Dank für Deine Rückmeldung!
Hmm, da muss ich nochmal in mich gehen. Spiegelreflex wollte ich eigentlich nicht. Ich kann die Vögel ja weiterhin mit der Bridge-Kamera fotografieren, zumindest wenn keine Blätter im Wege sind… ;-D
Danke für den Link! Sind die Objektive in dem Paket denn in Ordnung? Das wäre das, was man als „Reisezoom“ bezeichnet?
Kannst Du mir noch was über die WLAN-Funktionen sagen, oder nutzt Du das gar nicht?
Falls doch, ist es unkompliziert zu handhaben? Ich bin kein technischer Laie, mir geht das nur auf den Keks, dass hinterher immer alles viel komplizierter ist als gedacht 🙁

Danke nochmal und viele Grüße

Martina

Antworten
Alex

Alex 12. April 2018 um 14:35

Hallo Martina,

sehr gerne 🙂

Ich wollte dich natürlich auch nicht von Systemkameras abringen. Sondern dir lediglich erklären, dass du mit einem 1.000€ Systemkamera (oder auch Spiegelreflexkamera) Equipment wahrscheinlich nicht so weit heranzoomen kannst, wie du es von deiner Bridgekamera gewohnt bist.
Ich würde dir auch vorschlagen, dass du die Bridgekamera erstmal behälst. Du kannst dann ja immernoch mit einem Tele-Objektiv herumspielen und schauen, ob du bessere Ergebnisse erzielst 🙂
Wenn Blätter im Weg sind, wird dir aber auch eine 20.000€ Kamera nichts nutzen, weil du den Vogel auch damit nicht sehen kannst 😉
Die Kombination, die ich dir im letzten Kommentar empfohlen habe, würde ich vielen einsteigern empfehlen, erstrecht, wenn sie ein bisschen weiter heranzoomen wollen. Es handelt sich dabei um das Standard-Zoom (auch Kit-Objektiv genannt) und ein Tele-Objektiv. Ein Reisezoom ist das nicht. Das wäre zum Beispiel das 18 bis 200 mm von Sony.
Hier findest du eine ausführliche Auflistung aller empfehlenswerten Sony E-Mount Objektiven.

Die WLAN-Funktion habe ich bisher noch nie ausprobiert um ehrlich zu sein, da ich alle meine Fotos am Computer „händisch“ entwickle.
Von dem, was ich bisher in anderen Videos und Reviews gesehen habe, geht das aber relativ einfach, wenn du zum Beispiel ein paar schöne Urlaubsbilder auf Instagram posten willst und dann direkt ans Handy schickst. Alle Fotos damit zu verwalten, würde ich damit aber nicht (egal welche App von welchem Hersteller).

Viele Grüße
Alex

Antworten

Marc 19. April 2018 um 08:08

Hey Alex,

zunächst Kompliment für diese informative Homepage. Man merkt, dass du mit Leidenschaft dabei bist! 🙂

Zu meiner Frage: Ich besitze aktuell eine Nikon Coolpix L340 und möchte mich nun mehr mit dem Thema Fotografie beschäftigen. Mein größter Fokus lag und liegt beim Thema Landschaftsfotografie; dies verbinde ich sehr gerne mit Wanderungen und Urlauben (im Mai gehts nach Schottland, meine zweite Heimat – an Motiven sollte es nicht mangeln). Ich spiele also mit dem Gedanken, in Sachen Fotografie „den nächsten Schritt“ zu machen und mir eine Systemkamera zuzulegen. Ich habe mir einige Tests und Berichte, Tipps und Ratschläge durchgelesen und vorerst eine kleine Auswahl gefunden. Sony Alpha 5000 (oder 6000?), Canon EOS 60D oder Panasonic Lumix GX80. Hinsichtlich der Objektive bin ich unsicher, ob ich mir „direkt“ ein Weitwinkelobjektiv anschaffen soll oder ob es eine einsteigerfreundlichere „Kompromisslösung“ gibt. Kannst du mir da zu etwas raten? Auf was sollte ich achten? Was das Budget angeht sollte es nach Möglichkeit dreistellig bleiben! 🙂 Ein kleiner Tipp deinerseits würde mich sehr freuen!

Grüße aus dem sonnigen Rheinland

Marc

Antworten
Alex

Alex 20. April 2018 um 15:04

Hey Marc,

vielen Dank für dein Lob 🙂

Wenn du dich auf die Landschaftsfotografie fokussieren willst und eher um die 500€ ausgeben willst, würde ich dir zur Alpha 6000 raten. Sie bietet von deinen aufgelisteten Modellen die beste Bildqualität (die Panasonic hat nur einen halb so großen Sensor und Canon ist in Sachen Sensor im gleichen Preissegment immer ein paar Jahre hinterher). DSLR’s haben natürlich ihre Vorteile, wenn es um die Objektive geht, aber meiner Meinung nach gibt es gerade im Weitwinkel-Bereich einige sehr gute und preiswerte Linsen für uns Enthusiasten. (Hier findest du meine Auflistung zu allen Sony E-Mount Objektiven.)

An deiner Stelle würde ich mir die Alpha 6000 mit dem normalen Kit-Objektiv für ~500€ kaufen (z.B. auf Amazon*).
Mit einem extra Objektiv würde ich erstmal warten. Das Kit-Objektiv (SEL1650) bekommst du sowieso fast schon hinterhergeschmissen, deshalb macht es keinen Grund darauf zu verzichten. Mit dem kannst du erstmal ein bisschen ausprobieren und dich dann entscheiden was du willst.

Hinsichtlich der Bildqualität und der Offenblende würde es aber durchaus Sinn machen, wenn du dich langfristig für eine Festbrennweite für dich Landschaftsfotografie entscheidest.
Ich persönlich bin sehr begeistert vom Walimex 12mm F2.0*. Damit bekommst du nicht nur eine hübsche Festbrennweite mit großer Offenblende und guter Bildqualität, sondern nochmal deutlich mehr Weitwinkel. Mit dem Super-Weitwinkel Objektiv kann es sehr viel Spaß machen Landschaften abzulichten. Hier findest du ein interessantes YouTube-Video dazu.

Viele Grüße aus dem sonnigen #Staufen
Alex

Antworten

Thorsten 26. April 2018 um 13:21

Hallo Alex,
erstmal ein großes Lob für deine Seite. Hat mir schon ein ganzes Stück geholfen.
Aktuell überlege ich mir eine neue Kamera zu kaufen. Momentan habe ich eine Canon Eos 600d mit verschiedenen Objektiven. Meine erste Idee war, hier die Eos 77d oder 80d zu nehmen.
Da ich allerdings viel im Urlaub fotografiere, nervt es ab und an schon, dass ganze Zubehör mit rumzuschleppen. Deshalb liebäugel ich momentan mit einer Systemkamera.
Ich will damit hauptsächlich Landschaft/Natur, Städte/Streetlife/Architektur fotografieren und auch sehr gerne mal einen Sternenhimmel. Was könntest du hier empfehlen?
Die Sony Alpha-Serie macht schon mal einen sehr guten Eindruck und mir gefällt die Olympus OM D E M10 Mark III sehr gut. Allerdings ist mein Budget (zumindest aktuell) auf ca. 1.000€ begrenzt. Für das Geld bekommt man aber offensichtlich schon von beiden Kameras gute Kits mit 2 Objektiven.
Schon mal vielen Dank für deine Hilfe

Antworten
Alex

Alex 26. April 2018 um 23:55

Hi Thorsten,
bevor ich dir ein spezielles Modell empfehle, eine Frage vorab?
Planst du dann deine DSLR-Objektivsammlung zu verkaufen und komplett auf Systemkameras umzusteigen?
Weil ich würde dir eher davon abraten als Amateur, sowohl eine Systemkamera-Sammlung, als auch eine Spiegelreflexkamera-Sammlung zu haben. (Zumindest von ökonomischen Gesichtspunkten her.)
Vielleicht würde es aber auch Sinn für dich machen, nach einer hochwertigen Kompaktkamera zu schauen, die sich zum Beispiel fürs Wandern perfekt eignet, aber trotzdem noch auf deine Canon Objektive zu setzen. Wenn du verstehst was ich meine 🙂
Dann würde ich dir eine Kompaktkamera, wie die Sony RX100 von Sony empfehlen.
Wenn du nur eine günstige und kompakte Systemkamera suchst, aber in Zukunft keine neuen Objektive kaufen willst, könnte die Canon EOS M10 auch für dich interessant sein. Hier kommst du zu meinem Canon EOS M10 Test.

Viele Grüße
Alex

Antworten

Thorsten 27. April 2018 um 10:29

Hallo Alex,
vielen Dank für deine Antwort. Du hast natürlich recht…2 Systeme als Amateur machen wirklich keinen Sinn. Grundsätzlich ist die Überlegung schon da komplett auf eine Systemkamera umzusteigen. Ich reise häufig per Flugzeug und das ganze Equipment für meine Canon nimmt schon ein wenig Platz und Gewicht ein. Bei einem Systemwechsel würde ich meine Objektivsammlung größtenteils verkaufen und mir entsprechende Objektive für eine Systemkamera zu legen. Habe aber gestern auch in einem Artikel gelesen, dass man z.B. Canon-Objetive mit einem Adapter an einer Sony Alpha benutzen kann (allerdings muss dann wohl manuell fokussiert werden).

Eine Kompaktkamera habe ich in der Regel nebem einem Handy auch immer beim Wandern dabei.

Bisher hatte ich die Systemkameras nie so beachtet, weil ich immer dachte, dass diese noch nicht an DSLRs herankommen. Das hat sich in den letzten Jahren offensichtlich geändert.

Nachdem ich gestern noch einiges gelesen habe (Testberichte, Bestenlisten, usw.) habe ich meine Vorstellungen eingrenzen können und schwanke jetzt noch zwischen 2 Kameras: Canon Eos 77d oder die Sony Alpha 6000. Die Canon Eos M-Serie habe ich mir auch mal grob angesehen, diese scheint aber nicht ganz so toll zu sein.

Ich werde mir beide Kameras am Wochenende mal im Geschäft ansehen und schauen, was mir mehr liegt. Hat ja beides Vor- und Nachteile.

Antworten
Alex

Alex 28. April 2018 um 19:45

Hallo Thorsten,
Ah okay. Gut, dass wir beide auf der selben Wellenlänge sind 😀
Ja rein technisch gesehen sind Systemkameras eigentlich Spiegelreflexkameras überlegen…Mittlerweile macht es meiner Meinung nach nur noch Sinn zu einer DSLR zu greifen wegen der größeren, besseren und günstigeren Objektivauswahl.
Von der Canon-M Serie würde ich dir abraten! Die scheint Sony selbst nicht mehr so wirklich ernst zu nehmen.
Ich würde dir ebenfalls abraten zu Adaptern zu greifen. Je nachdem was fotografieren willst, ist manuell fokussieren auf dauer nicht sehr praktikabel. Und Adapter, die verlässlich den Autofokus übertragen sind extrem teuer (und bieten trotzdem keine garantierte Performance).
Wenn du langfristig wegen der Größe auf eine Systemkamera umsteigen willst, wäre jetzt natürlich ein sehr geeigneter Zeitpunkt. Ich denke die Alpha 6000 ist für dich dann eine sehr gute Option. Kommt aber ein bisschen darauf an, welche Objektive du dann haben willst.
Egal für welche Kamera du dich entscheidest – viel Spaß beim Fotografieren!
Liebe Grüße
Alex

Antworten

Thorsten 8. Mai 2018 um 11:05

Hallo Alex,
nochmal vielen Dank für deine Hilfe. Nach weiteren Recherchen, Testberichten, Youtube-Videos und Beratungen im Geschäft, ist es nun eine Panasonic G81 geworden und nach den ersten Tagen damit bin ich wirklich schwer begeistert. Ausgiebig wird die Kamera jetzt im Urlaub im Südwesten der USA getestet. Gegen die Sony-Kameras sprach am Ende eigentlich nur die etwas höheren Kosten bei Objektiven und die geringere Auswahl.
Viele Grüße
Thorsten

Alex

Alex 8. Mai 2018 um 17:04

Hallo Thorsten,
sehr gerne. Freut mich, wenn ich dir etwas weiterhelfen konnte 🙂
Die G81 ist auch ein super Modell. Ich bin mir sicher, dass du einige schöne Fotos mit nach Hause bringen wirst!!
Ja leider gibt es bisher (noch) nicht so viele Objektive für die APS-C Modelle von Sony.
Liebe Grüße
Alex


Sandra Mair 6. Mai 2018 um 12:10

Lieber Alex,

ich bin Besitzerin einer Canon 70d und möchte nun gerne auf eine Systemkamera umsteigen, da Systemkameras ja doch etwas kleiner und leichter sind. Bin an und für sich eine Canon-Liebhaberin. In deinem Beitrag lese ich nun andere Marken als Empfehlungen. Kannst du mir sagen warum ich mich z.B. lieber für eine Systemkamera von Sony entscheiden soll?

Ganz liebe Grüße
Sandra

Antworten
Alex

Alex 8. Mai 2018 um 16:52

Liebe Sandra,
meinst du warum ich keine Systemkameras von Canon oder Nikon empfehle?
Leider haben die zwei größten Hersteller von DSLR-Kameras den Aufstieg auf den Systemkamera-Zug etwas verpasst. Beide haben zwar Modelle im Reportoire, diese können aber zum einen rein technisch nicht mit denen anderer Hersteller mithalten. Außerdem gibt es für die Systemkameras der beiden Hersteller nur sehr wenige Wechselobjektive (die DSLR-Objektive lassen sich nämlich nur über einen Adapter anschließen).
Stand 2018 kann man sagen, dass sich folgende Hersteller mit sehr guten Modellen am Markt etabliert haben und zu empfehlen sind:
1. Sony
2. Fujifilm
3. Olympus + Panasonic (beide setzen auf den gleichen MFT Objektivanschluss)
Hoffentlich konnte ich dir etwas weiterhelfen 🙂
Viele Grüße
Alex

Antworten

Sandra Mair 10. Mai 2018 um 22:07

Lieber Alex,
vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort. Hui, scheint so als ob ich mich von Canon trennen muss. Danke für deine Empfehlungen, werde sie alle mal genauer unter die Lupe nehmen und mich dann auch hoffentlich richtig entscheiden. Übrigens: Super Seite! Weiter so und liebe Grüße 🙂

Antworten
Alex

Alex 11. Mai 2018 um 17:59

Liebe Sandra,
danke für dein Lob. Freut mich immer wieder, wenn ich Einsteigern etwas Helfen kann im Dschungel der Fotografie 😉
Viel Spaß mit deiner Kamera – Für welche du dich auch immer entscheidest (mit allen kannst du sehr schöne Bilder schießen).
Über dein Feedback, nachdem du die Kamera ausprobiert hast, freue ich mich natürlich :-)!
Viele Grüße
Alex

Antworten

Silvi 26. Mai 2018 um 23:34

Hallo Alex! Ich hoffe du kannst mir etwas beratend zur Seite stehen.
Ich fotografierte bisher mit einer Eos 450D von Canon. Bei allen Gelegenheiten. Gerne auch People und Tiere. Dazu habe ich mir ein passendes Sigma Objektiv angeschafft. DC 18-50 mm, 2,8 EX.
Nun spinnt der Autofokus meiner Kamera und es muss eine Neue her.
Zuerst wollte ich zur 77D greifen. Heute würde mir dann die M5 von Canon ans Herz gelegt. Inkl eines Adapters.
Nun wollte ich mich einlesen und bin hier gelandet.
Du rätst von Canon ab. Ich möchte allerdings nicht auf mein Lieblingsobjektiv verzichten.
Hast du einen Tipp? Könnte ich mein Objektiv mit Adapter auch bei einer Sony nutzen?
Grüße, Silvi

Antworten
Alex

Alex 28. Mai 2018 um 14:54

Hallo Silvi,
ich habe selbst noch keine Erfahrung mit Adaptern gemacht, aber im Allgemeinen hört man gerade von Adaptern, die von Drittherstellern kommen nicht so viel gutes. Ich glaube, dass es daran liegt, dass ein Dritthersteller nicht garantieren kann, dass ihr Adapter mit jeder Kombination aus Canon-Objektiv und Sony-Kamera funktioniert und es den beiden Herstellern ziemlich egal ist, da beide nur ihr eigenes Equipment verkaufen wollen. Der günstigste Adapter mit Autofokus* kostet ~90€, aber die Rezesionen lesen sich nicht alle sehr begeistert.
Von der Canon M5 würde ich dir auch eher abraten, da es für Canon Systemkameras sehr wenige Gläser gibt. Wenn du dich aber auf einige wenige Canon EF-Objektive konzentrieren willst, wäre hier eine Adapter-Lösung wahrscheinlich besser, weil Canon eine bessere Kompatibilität garantieren kann.
Meiner Meinung nach wäre die beste Lösung für dich, wenn du dir einen manuellen Adapter anlegst, die gerade einmal 20€ kosten (wie diesen hier*) und auf ein zukunftsorientiertes DSLM-System, wie Sony oder Fuji (oder Olympus oder Panasonic) setzt. Ich kenne dein Makro-Objektiv nicht, aber wenn sich die Blende nicht manuell einstellen lässt, dann würde es evtl. Sinn machen den oben empfohlenen günstigen Adapter zu nutzen und auf manuellen Fokus umzustellen, falls der Adapter mal nicht ganz so will 😉
Hoffentlich habe ich mich nicht zu verwirrt ausgedrückt.
Falls noch Fragen geblieben sind – gerne her damit!
Viele Grüße
Alex

Antworten

Rolf 20. Juni 2018 um 08:46

Hallo und guten Tag,
ich habe die Artikel und besonders auch die Kommentare mit großem Interesse gelesen. Speziell interessiere ich mich für Tier- und Reisefotografie. Bislang habe ich eine A57 mit preiswerten Tamron -Teleobjektiven, bin jedoch mit der Bildqualität nicht ( mehr ) zufrieden. Ich tendiere, auch wegen des geringeren Gewichts (Reise ) zu einer Systemkamera. Unklar ist mir immer noch die Frage der Bildqualität zwischen APS-C und dem kleineren Panasonic-Sensor. Nun stöbere ich schon recht lange durch Tests und Kommentare und bin zunehmend irritiert. Besonders wichtig ist eine sehr gute Bildqualität und ein eine schneller, zuverlässiger AF im Telebereich. Von den Beschreibungen wird hier Fuji gelobt ( XT20,XT1/2 ). Leider sind die Objektive recht teuer. Meine Preisvorstellung sind ca. € 1.500 ( Gehäuse , 18-55 und 50-200 er ). Gibt es von Deiner Seite empfehlenswerte Alternativen, auch eventuell bei Gebrauchtmodellen ? Auch ein Nachkauf von ( gebrauchten ) Objektiven wäre gegebenenfalls zu beachten.
Ich freue mich sehr auch die Antwort und hoffe danach, meine “ Irritationen “ ein wenig klären zu können und zu einer Kaufentscheidung zu kommen.
Viele Grüße Rolf

Antworten
Alex

Alex 22. Juni 2018 um 13:45

Hallo und guten Tag Rolf,
deine Verwirrung kann ich verstehen. Es gibt mittlerweile viele gute Modelle und alle haben ihre Vor- und Nachteile. Aber im Endeffekt ist der Künstler hinter der Kamera natürlich der wichtigste Faktor für gute Bilder 😉
…Aber natürlich will man für sein Geld die beste Kamera haben, die man bekommen kann.
Fujji bietet durchaus etwas teurere Objektive an, aber dafür haben diese auch alle eine gute Qualität. Wenn du etwas besseres, als das Tamron Zoom haben willst muss man natürlich auch mehr zahlen. Von Panasonic und Olympus würde ich dir eher abraten. Nicht unbedingt wegen des kleineren Sensors, sondern eher, weil die Autofokus bei den Einsteiger- & Mittelklasse Modellen nicht mit Fuji und erstrecht nicht mit Sony mithalten kann.
Ich würde dir zu der Kombination Sony A6000 + 70-200mm F4 raten. Gebraucht auf Ebay (Kleinanzeigen) findest du das 70-200 „schon“ für ca. 900€. Ich selbst habe das gute Stück Glas seit Anfang des Jahres und bin sehr begeistert.
Es hat sich bei mir nur noch mehr bestätigt, dass gutes Glas viel wichtiger für die Bildqualität ist, als immer das neueste Kameramodell zu haben.
Die Alpha 6000 hat (trotz ihres Alters) eine sehr gute AF-Performance.
Also Alpha 6000 (inklusive 18-50) neu ~550€ + 70-200 F4 gebraucht ~900€ = 1.450€.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass du keine bessere Tele-Performance für den Preis bekommst 🙂
Viele Grüße
Alex
P.S.: Bitte lass dich nicht von irgendwelchen Media-Markt Verkäufern irritieren, die dir unbedingt davon abraten die Alpha 6000 zu kaufen. Sie ist immer noch eine super Kamera (für ihren Preis) und vom Preis-Leistungsverhältnis her macht es viel mehr aus, wenn du dein Geld in ordentliches Objektiv investierst, da gerade im Tele-Bereich gutes Glas sehr viel kostet. Und wenn du erst einmal gutes Glas hast, kannst du in ein bis zwei Jahren ja immer noch auf eine neuere Alpha 6500/7000 (oder was es dann sonst noch geben wird) wechseln

Antworten

Michael Selle 19. Juli 2018 um 07:06

Hallo Alex,
danke für die hilfreiche Seite. Was ich vermisse, oder habe ich es nicht gefunden: Auf was muss man achten wenn man sich das Equipment (6000 + Objektive) gebraucht kaufen möchte?

Was ich feststelle ist das für die 6000er zumeist Preise knapp unter dem Neupreis in Ebay o.ä. geboten werden. Das macht für mich keinen Sinn da doch auch ein max. Anzahl von Bildern (10-100.000) nur möglich ist, oder ? Falls nun eine Kamera ein Schnäppchen ist, gibt es für mich als Laie eine Chance zu erkennen ob das Gerät etwas taugt oder lieber Finger weg und neu und nur Objektive gebraucht, da diese nicht altern ?
Danke vorab für Unterstützung.

Antworten
Alex

Alex 20. Juli 2018 um 11:39

Hi Michael,
sehr gerne 🙂
Im Allgemeinen würde ich (und die meisten anderen Fotografen) dir empfehlen, die Kamera neu zu kaufen, erstrecht, wenn es sich um eine Einsteiger-Modell handelt. Zum einen bekommst du gebrauchte Modelle kaum günstiger, du weißt nicht in welchem Zustand sie sind und du hast keine 2 Jahre Garantie, wie wenn du dir die Alpha 6000 auf Amazon kaufst.
ABER:
Oft macht es Sinn Objektive gebraucht zu kaufen, da die meisten Fotografen sehr viel acht auf ihre Linsen geben und Objektive durch einen normalen Gebrauch eigentlich kaum an Qualität verlieren, aber oft trotzdem deutlich günstiger auf Ebay, Ebay-Kleinanzeigen oder bei Amazon-Gebraucht (das vergessen oft die meisten) zu finden sind.
Hoffentlich konnte ich dir ein wenig weiterhelfen 🙂
Viele Grüße
Alex

Antworten

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