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Canon EOS M10 Systemkamera

403,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 16:58
Hersteller
Kategorie
Objektiv-Anschluss
Sensorgröße
Auflösung18.0MP
Gewicht (ohne Objektiv)366g
Geschwindigkeit4.6FPS
AnschlüsseUSB, HDMI, WLAN, NFC, 1x Klinke
Touchscreen
4K Video
Spritzwasserschutz
Bildstabilisierung

Gesamtbewertung

83.75%

"Extrem preiswerte Einsteiger-Systemkamera"

Verarbeitung
90%
Ausstatung
80%
Geschwindigkeit
70%
Bildqualität
95%

Canon EOS M10 Systemkamera Test

69 Sekunden Review



Infografik Canon EOS M10

Canon EOS M10 Systemkamera Infografik

Zusammenfassung

Die Canon EOS M10 ist eine sehr kompakte und günstige Einsteiger-Systemkamera von Canon. Im Gegensatz zu Kompaktkameras (die oft im gleichen Preissegment angesiedelt sind) hat dieses Modell von Canon jedoch einen deutlich größeren Bildsensor, der eine bessere Bildqualität bietet.

Wie bei allen Systemkameras hat auch die EOS M10 die Möglichkeit Objektive zu wechseln. Leider gibt es für den EOS-M Objektivanschluss nur eine sehr kleine Auswahl, jedoch gibt es die Möglichkeit eins der zahlreichen Spiegelreflex-Objektive (Canon EF) mit einem Adapter (~30€) zu nutzen.

Negativ aufgefallen ist mir vor allem der langsame Autofokus, auf den man sich in der Praxis oft nicht verlassen kann (und auch nicht will).

Canon EOS M10 Test Systemkamera

Vorteile

  • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr kompaktes Gehäuse
  • Hochwertiger APS-C Sensor (für den Preis)
    ⇒ Hohe Bildqualität
    ⇒ Gutes Rauschverhalten
  • Simple Bildübertragung (per WLAN und NFC)
  • Zahlreiche Canon-DSLR Objektive nutzbar (mit Adapter)
  • Intuitiver Touchscreen

Nachteile

  • Kein Blitzschuh
  • Kein Sucher
  • Serienaufnahmen nur mit 4,6 Bilder/Sekunde
  • Kleiner Puffer
  • Fast keine nativen Objektive für den EOS M Anschluss
  • Langsamer Autofokus


Verarbeitung

Aufgrund der sehr kleinen Abmessungen passt die Kamera zwar in fast jede Jackentasche, jedoch liegt sie dafür nicht so gut in der Hand, wie beispielsweise eine etwas größere Sony Alpha 6000.

Die Bedienung über den Touchscreen funktioniert zwar relativ intuitiv. Jedoch kann ich mir vorstellen, dass viele Amateur-Fotografen damit nicht ganz glücklich werden, da das Einstellen von Blende, Belichtungszeit und ISO über dedizierte Knöpfe und Regler in der Praxis doch etwas verlässlicher ist.

Aufgrund des sehr kleinen Formfaktors verzichtet Canon außerdem auf einen Sucher und auf einen Blitzschuh. Auch wenn das Display relativ hell ist, kann ein Sucher gerade bei grellem Sonnenlicht extrem hilfreich sein um zu erkennen, was man eigentlich gerade fotografiert. Ob du damit leben kannst und auf Gunsten von ein paar weniger cm² auf einen Sucher und die Möglichkeit Blitze anzuschließen verzichten kannst, musst im Endeffekt natürlich du selbst entscheiden.

Der kleine Knirps von Canon verfügt außerdem über ein nach vorne klappbares Display, was gerade Selfie Fans erfreuen wird. So eignet sich die Kamera auch als preisgünstige Vlogging-Kamera, da sie mit Full HD (30 FPS), einem optischen Bildstabilisator und einem Stativgewinde ausgestattet ist.


Ausstattung

Das Gehäuse der Canon M10 wirkt trotz viel Plastik solide verarbeitet und erinnerst sehr stark an das einer Kompaktkamera. Lediglich das Objektiv ragt etwas weiter aus dem kompakten Body heraus und deutet an, dass sich an der Einsteiger-Systemkamera auch die großen Gläser der Canon Spiegelreflexkamera-Reihe adaptieren lassen (Canon EF).

Das ist meiner Meinung nach mit der größte Vorteil der Canon EOS M10. Für die spiegellosen Modelle des weltweit größten Kameraherstellers (60% Marktanteil bei DSLR’s) gibt es bisher nur eine sehr kleine Auswahl an nativen Objektiven.

Jedoch ist es möglich alle Objektive des Canon EF und EF-S Bajonetts mit einem relativ günstigen Dritthersteller-Adapter (~30€) zu nutzen. Der Adapter von Canon kostet etwa das dreifache, aber soll dafür auch einen etwas besseren Autofokus bieten.

Manuelle Fotografen werden sich zwar nicht über die fehlenden Einstellräder freuen, jedoch ist die intigrierte Kantenabhebung ein Feature, das beim manuellen Fokussieren sehr hilfreich ist.

Dank WLAN und NFC kann die EOS M10 über eine APP ferngesteuert werden, was jedoch nicht so gut implementiert wurde, wie von anderen Systemkamera-Hersteller wie Olympus und Sony. Das Übertragen von Bildern funktionierte im Systemkamera Test in der Regel problemlos und ist gerade für das Teilen von Schnappschüssen hilfreich.


Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit der Canon EOS M10 ist meiner Meinung nach das größte Manko der preiswerten Einsteigersystemkamera. Damit meine ich nicht unbedingt die Geschwindigkeit der Serienbilder, die mit 4,6 Sekunden zwar nicht sehr schnell ist, aber für die meisten Einsteiger-Fotografen ausreichen dürfte.

Außerdem hält die Kamera bei der Serienaufnahme von Bildern im RAW-Format nicht viel länger als eine Sekunden durch, was in vielen Situationen sehr störend sein kann.

Noch mehr dürfte die meisten Fotografen jedoch der sehr langsame Autofokus stören, der nicht mit anderen Einsteiger-Systemkameras auf einem Niveau ist. Die Möglichkeit mit dem Finger per Touchscreen zu fokussieren ist zwar ein nettes Gimmik, jedoch braucht es gefühlt jedes zweite Mal länger als eine Sekunde, bis die Kamera den Fokus gefunden hat. Es kann ebenfalls vorkommen, dass die Kamera überhaupt keinen Fokus findet.

Oft muss man dann mit dem manuellen Fokus aushelfen, den Canon lobenswerterweise mit einer Fokus-Peaking Funktion ausgestattet hat. Dabei werden alle Kanten die gerade scharf sind in einer bestimmten Farbe, wie zum Beispiel rot, hervorgehoben.

Nichtsdestotrotz eignet sich die Kamera für Schnappschüsse nur bedingt, da man sich auf den automatischen Fokus eigentlich nicht verlassen will. Für das Aufnehmen von jeglichen bewegten Motiven (wie Tiere, Sportler oder spielende Kinder) würde ich gänzlich von der EOS M10 abraten.


Bildqualität

Die Bildqualität der EOS M10 kann (für den Preis) als überdurchschnittlich gut eingestuft werden, da ein Sensor verbaut wurde, der normalerweise nur in doppelt so teuren DSLR’s von Canon zu finden ist.

Er bietet einen guten Dynamikumfang, ein ordentliches Rauschverhalten und hat mit 18 MP eine hohe Auflösung (Megapixel werden von den meisten Einsteigern sowieso überbewertet). Im Vergleich zu den Konkurrenzmodellen von Olympus oder Panasonic stattet Canon seine Systemkameras mit Bildsensoren in der APS-C Größe aus, die deutlich größer sind und deshalb mehr Licht verarbeiten können.

Das mitgelieferte Kit-Objektiv ist relativ kompakt und bietet eine gute Bildqualität, welche die meisten Kompaktkameras im gleichen Preissegment nicht erreichen können. Es hat eine Brennweite von 15 bis 45 Millimeter und eine Offenblende von F3.5 bis F6.3 (abhängig von der Brennweite). Im Gegensatz zu den meisten Kompaktkamera, lässt sich durch die Kombination von großem Sensor und dem Kit-Objektiv durchaus mit einer Hintergrundunschärfe arbeiten.

Wenn du dein Motiv noch mehr vom Hintergrund freistellen willst, solltest du jedoch zu einem Objektiv mit einer größeren Offenblende (wie F1.8) greifen. Wie oben beschrieben gibt es nur eine kleine Auswahl an nativen Objektiven für Canon Systemkameras, ganz im Gegensatz zu der Auswahl an Objektiven für MFT Systemkameras.

Dank des optischen Bildstabilisators, kannst du in dunklen Umgebungen außerdem längere Belichtungszeiten wählen, ohne dass die Bilder verwackeln. So sind auch Fotos mit einer bis zu viermal längeren Belichtungszeit möglich. Als Faustformel sollte man ohne Bildstabilisator keine kürzere Belichtungszeit nehmen, als 1/Brennweite (also z.B. 1/40s). Mit Bildstabilisator kann man bis zu 2 (oder 3) Blendenstufen länger Belichten (also z.B 1/40s *1/2 *1/2 = 1/10s).

Testbilder

Alle Bilder wurden im RAW Format aufgenommen und anschließend in Adobe Photoshop Lightroom entwickelt.


Fazit + Kaufberatung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die EOS M10 auf dem Blatt Papier eine extrem gute Ausstattung für den sehr niedrigen Preis liefert: Sie ist gut verarbeitet, bietet ein kompaktes und hochwertiges Gehäuse und ist mit einem Sensor ausgestattet, der normalerweise nur bei doppelt so teuren Spiegelreflexkameras von Canon verbaut ist.

In der Praxis, könnten Amateur-Fotografen jedoch schnell an ihre Grenzen stoßen.

Zum einen ist das kleinen Gehäuse zwar praktisch, um die Kamera mal schnell in die Jackentasche mit einzupacken. Dafür bietet die Einsteiger-Systemkamera von Canon aber ein Gehäuse, das nicht so gut in der Hand liegt, nur wenige Einstellknöpfe hat und Einstellungen über den Touchscreen können manchmal etwas knifflig sein.

Außerdem hat die Kamera einen sehr langsamen Autofokus auf den man sich in der Praxis nicht wirklich verlassen kann.

Die Kamera ist also vor allem für Einsteiger zu empfehlen, die eine sehr kompakte und günstige Kamera suchen, welche sie beispielsweise auf Wanderungen mitnehmen können.

Eine ebenfalls kompakte Systemkamera mit einer deutlich größeren Auswahl an (nativen) Objektiven findest du bei Micro Four Thirds Modellen, wie der Olympus PEN E-PL7.

Ein ordentliches und ebenfalls kompaktes Gesamtpaket zu einem günstigen Preis bietet außerdem die schon etwas ältere Alpha 5000 von Sony, die auch mit einem großen APS-C Sensor ausgestattet ist.


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Canon EOS M10 Systemkamera Olympus PEN E-PL7 Systemkamera Mit Selfie-Display Sony Alpha 5000 Systemkamera
Modell Canon EOS M10 SystemkameraOlympus PEN E-PL7 SystemkameraSony Alpha 5000 Systemkamera
Preis

403,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 16:58

555,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 20:58

399,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 16:58
Testergebnis

83.75%

"Extrem preiswerte Einsteiger-Systemkamera"

82.5%

"Stylishe und sehr kompakte Systemkamera."

-
HerstellerCanonOlympusSony
Objektiv-AnschlussCanon EF-MMicro Four ThirdsSony E-Mount
SensorgrößeAPS-C (373 mm²)Micro Four Thirds (225 mm²)APS-C (373 mm²)
Auflösung18.0MP16.1MP20.7MP
Geschwindigkeit4.6FPS8.5FPS3.5FPS
Touchscreen
4K Video
Spritzwasserschutz
Bildstabilisierung
Preis

403,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 16:58

555,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 20:58

399,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 16:58
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403,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 16:58

403,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 23. April 2018 16:58