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Fujifilm X-T20 Systemkamera

1.129,00 €

Hersteller
Kategorie
Objektiv-Anschluss
Sensorgröße
Auflösung24.3MP
Gewicht (ohne Objektiv)383g
Geschwindigkeit8FPS
AnschlüsseUSB, HDMI, WLAN, 1x Klinke
Touchscreen
4K Video
Spritzwasserschutz
Bildstabilisierung im Gehäuse

Gesamtbewertung

92.5%

"Sehr gutes Handling & Bestes Gesamtpaket"

Verarbeitung
95%
Ausstattung
95%
Geschwindigkeit
85%
Bildqualität
95%

Fujifilm X-T20 Systemkamera Test

69 Sekunden Review



Infografik Fujifilm X-T20

Fujifilm X-T20 Systemkamera Test Infografik

Zusammenfassung

Die Fuji X-T20 ist eine der hochpreisigeren Systemkameras. Viele Einsteiger werden wahrscheinlich überrascht sein, dass der Preis bei über 1.000€ liegt, obwohl es sich bei diesem Modell lediglich um die aktuelle Mittelklasse-DSLM von Fujifilm handelt.

Sehr gut hat mir das eingebaute Kit-Objektiv gefallen. Es hat nicht nur eine deutlich größere Blende von F2.8 bis F4.0, sondern ist auch deutlich schärfer und hat die X-T20 für mich zu einer alltagstauglichen Profi-Kamera gemacht. Das Modell mit „normalem“ Kit-Objektiv kostet auf Amazon zwar ca. 200€ weniger*, ich würde aber den meisten raten etwas mehr Geld zu investieren und zu der teureren Variante* zu greifen.

Insgesamt ist die X-T20 meiner Meinung nach die beste Systemkamera in der oberen Mittelklasse! Im Vergleich zum großen Bruder, der X-T2*, kostet sie zwar nur noch ca. 400€ weniger (Stand April 2018). Dafür bietet sie eigentlich alle Funktionen, die sich ein Amateur-Fotograf wünschen kann, ist hochwertig verarbeitet und hat eine sehr gute Bildqualität. Lediglich den fehlende Spritzwasserschutz habe ich vermisst.

Vorteile der Systemkamera

  • Sehr gutes Kit-Objektiv (F2.8 – F4.0)
  • Hochwertige und solide Verarbeitung
  • Intuitive Bedienung
  • Guter Sensor
  • Griffiges Gehäuse
  • Schickes Design

Nachteile der Systemkamera

  • Niedrige Akkulaufzeit
  • Kein Fokus-Joystick
  • Nicht wetterfest
  • Nur ein SD-Kartenslot


Verarbeitung

Die Fujifil X-T20 hat meiner Meinung nach die beste Verarbeitungsqualität von allen Systemkameras, die ich bisher in den Händen gehalten habe. Punkt.

Was soll ich dir mehr darüber erzählen?

Vielleicht fragst du dich, was mir genau an der Verarbeitung und dem Gehäuse so gut gefällt?

Zum einen ist das Gehäuse aus sehr hochwertigen Magnesium gebaut und fühlt sich (dem Preis angemessen) auch wirklich, wie eine Premium-Kamera an.

Außerdem hat sie einen sehr guten Sucher, der (wie bei Spiegelreflexkameras) in der Mitte der Kamera platziert ist. Für mich persönlich war das Fotografieren durch den Sucher so deutlich konfortabler.

Die vielen Knöpfe und Einstellräder sorgen für eine sehr komfortable Handhabung

Sehr gut gefallen haben mir außerdem die unterschiedlichen Tasten und Knöpfe. Im Vergleich zu allen anderen System- oder DSLR-Kamera Herstellern, verfolgt Fujifilm bei seinen Modellen eine deutlich andere Strategie, die jedoch auch mehr Sinn macht: Für jede Kamera-Einstellung, die sich auf die Belichtung auswirkt, gibt es ein dediziertes Einstellrad. So stellt man die Blende direkt vorne am Objektiv ein, es gibt einen dediziertes Rad für die Belichtungszeit und auch für die Belichtungskorrektur gibt es ein eigenes Einstellrädchen.

Lediglich für den ISO-Wert existiert leider kein dediziertes Rad (dafür muss man dann zur teureren Schwester, der Fuji X-T2, greifen).

Diese Aufteilung der Tasten erlaubt Einsteigern einen besseren Einstieg in die Welt der manuellen Fotografie, da der Zusammenhang von Blende, Belichtungszeit und ISO sehr einfach dargestellt wird.

Die Knöpfe auf der Rückseite sind sehr übersichtlich gehalten

Wie auch die Sony Systemkameras, verfügt auch die X-T20 von Fujifilm über ein klappbares Display. Selfie-Fans werden zwar enttäuscht sein, da man dieses nicht nach vorne klappen kann, aber zum Filmen oder Fotografieren finde ich es die beste Lösung. Beispielsweise kannst du so ganz einfach aus Perspektiven fotografieren, bei denen du bei einer Spiegelreflexkamera deinen Hals verränken müsstest, um zu das Bild zu sehen.

Leider bietet die X-T20 keinen Spritzwasserschutz. Den gibt’s nur, wenn man bereit ist ca. 400€ mehr für die größere Schwester* auszugeben.


Ausstattung

Für mich hat die Fuji X-T20 kein Feature das besonders stark hervorragt.

Warum habe ich dann eingangs erwähnt, dass sie meiner Meinung nach die beste Systemkamera in der oberen Mittelklasse ist?

Weil sie ein extrem solides Gesamtpaket abliefert!

Eine sehr gute Verarbeitung, eine sehr gute Bildqualität (da der selbe Bildsensor, wie bei der teureren X-T2 verbaut ist), ein sehr durchdachtes Bedienkonzept und ein sehr gutes Kit-Objektiv.

Das Kit-Objektiv mit einer sehr offenen Blende von F2.8 – F4.0 hat mich im Test überzeugt

Warum hat mich das Kit-Objektiv so überzeugt?

Im Vergleich zu allen Systemkameras von anderen Herstellern, wird die X-T20 mit einem offenblendigen Kit-Objektiv mit einer Blende von F2.8 bis F4.0 mitgeliefert. Für 200€ weniger gibt es auch ein Modell mit einem „normalen“ Kit-Objektiv, das lediglich eine Blende von F3.5 bis F5.6 hat und nicht die gleiche Schärfe aufweist. Wenn du aber einen vierstelligen Betrag für deine neue Kamera ausgeben willst und planst dein Kit-Objektiv viel zu benutzen, würde ich dir auf jeden Fall dazu raten das zusätzliche Geld in das teurere Modell zu investieren.

Wer sich ein bisschen auf meiner Seite umschaut, bemerkt schnell, wie wichtig mir Objektive sind. Gerade Anfänger- und Amateur-Fotografen überschätzen am Anfang oft die Wichtigkeit einer Kamera und verstehen nicht, dass das Glas auf der Kamera in vielen Situationen von deutlich höherer Priorität ist, als die Kamera selbst.

Also wie sieht es mit den Fujifilm XF-Mount Objektiven aus?

Ziemlich gut!

Sony bringt, wie am Fließband laufen neue E-Mount Objektive auf den Markt (von denen die meisten jedoch für Sony Vollformat-Systemkameras gedacht sind) und für Panasonic und Olympus Kameras gibt es schon seit einigen Jahren eine große Auswahl an MFT Objektiven.

Obwohl es für die Fujifilm Systemkameras keine vergleichbar große Auswahl an Objektiven gibt und bisher nur wenige Dritthersteller preiswertes Glas produzieren, sind die Objektive, die es auf dem Markt gibt, sehr gut.

Ich finde man merkt, dass Fuji sich bei jedem Objektiv Gedanken gemacht hat und nicht wahllos neues Glas veröffentlicht, dass nicht wirklich seine Daseinsberechtigung hat.

Systemkamera Test Sony Alpha 6000

Die meisten anderen Systemkameras kommen zwar mit einem deutlich kleineren Kit-Objektiv (wie hier die Sony Alpha 6000). Diese sind aber dafür unschärfer und deutlich lichtschwächer als das Kit-Objektiv der Fuji X-T20.

Das hat jedoch auch seien Preis. Denn unter 500€ findet man fast kein Objektiv von Fuji.

Seitdem ich mich immer mehr mit der Fotografie auseinander gesetzt habe ist mir aufgefallen, wie viel wichtiger gutes Glas ist. Und gutes Glas kostet eben Geld. So sind meine Objektive mittlerweile mindestens 4 Mal so viel Wert wie meine Kameras!

Von dem her kann ich die Strategie von Fuji voll und ganz verstehen, nur hochwertige Objektive auf den Markt zu bringen. Meiner Meinung nach lassen sie so gut wie keinen Wunsch offen bei der Objektiv-Auswahl und selbst die meisten Profi-Fotografen werden bei Fuji kein bestimmtes Objektiv vermissen.


Geschwindigkeit

Mit 8 Bildern pro Sekunde bietet die Fuji X-T2 eine ordentliche Serienbildfunktion. Im Geschwindigkeits-Segment bei Systemkameras hat auf jeden Fall Sony die Krone auf. Zum Beispiel schießt selbst die ~500€ günstigere Alpha 6000 mit einer Geschwindigkeit von 11 Bildern pro Sekunde.

Aber ganz ehrlich: In den wenigsten Situationen, wirst du mehr als 8 Bilder pro Sekunde benötigen.

Es sollte jedoch hervorgehoben werden, dass bei elektronischem Verschluss, die Kamera bis zu 15 Bilder pro Sekunde schießen kann. Hier kann es bei schnellen Bewegungen jedoch zum sogenannten Rolling-Shutter-Effekt kommen, der das Bild verzerrt.

Serienbildfunktion und Autofokus sind zwar solide, aber nicht die besten seiner Klasse

In der Praxis ist daher viel wichtiger, wie groß der Puffer ist und wie viele Serienbilder auf einmal aufgenommen werden können, bevor man darauf warten muss, dass die Bilder auf die SD-Karte geschrieben sind.

Bei 8 RAW-Bildern pro Sekunde hält die X-T20 circa 3 Sekunden durch. Wenn du Bilder im JPG-Format aufnimmst sind es sogar stolze 8 Sekunden.

Damit bewegt sie sich für mich im oberen Mittelfeld – und meine obige Aussage „Die Fuji X-T20 bietet ein extrem solides Gesamtpaket“ wird dadurch umso mehr unterstrichen.

Leider verwendet die X-T20 (im Gegensatz zur X-T2 und zur X-T1) keinen UHS-2 SD-Kartenslot, wodurch die Bilder (im Vergleich zu, premium Modell) langsamer auf die SD-Karte geschrieben werden. (Hier gibt’s einen ausführlichen Ratgeber über SD-Karten für Digitalkameras.) Das hört sich schlimmer an als es ist, da ansonsten fast keine Kamerahersteller bisher auf den neuen Geschwindigkeitsstandard der Speicherkarten setzen und du es deshalb wahrscheinlich auch nicht vermissen wirst.

Auch beim Autofokus kann die X-T2 im oberen Mittelfeld eingeordnet werden. Sie ist zwar schneller als die meisten Micro Four Thirds Kameras, die größtenteils nur mit einem Kontrast-Autofokus arbeiten. Dafür kann sie jedoch nicht mit den premium APS-C Modellen von Sony, wie der Alpha 6300* oder der Alpha 6500* mithalten.


Bildqualität

Die X-T20 ist, wie auch das Premium-Modell von Fujifilm, mit Fuji’s bestem APS-C Sensor ausgestattet (dem X-Trans CMOS III Sensor mit 24,3 Megapixel). Hinzu kommt der neue X Prozessor Pro, der eine schnelle Verarbeitung der Bilder versprechen soll.

Wie oben schon angesprochen, merkt man das auch in der Praxis, da die X-T20 äußerst schnell reagiert und und auch der Autofokus sehr fix ist (in etwa auf einem Niveau mit dem sehr schnellen Autofokus der Sony Alpha 6000).

Ich persönlich war sehr zufrieden mit den Bilder der Fujifilm X-T20. Für eine Kamera mit APS-C Sensor, hatten sie einen sehr guten Dynamikumfang und auch bei höheren ISO-Werten ein gutes Rauschverhalten (ich würde sagen, etwas besser als das meiner Sony Alpha 6000).

Unten seht ihr ein paar Beispielbilder von einem Nacht-Spaziergang durch Konstanz mit meiner Freundin.

Für alle Videographen:

Die Kamera kommt mit einem 4K-Videomodus, der ordentliche Resultate erzielt. Wenn du dich aber mehr auf das Filmen von Videos, als auf das Aufnehmen von Fotos konzentrieren willst, solltest du lieber zu einer Sony Systemkamera (der Alpha 6300 oder der Alpha 6500) oder einer Panasonic Systemkamera greifen.

Diese bieten insgesamt das bessere Gesamtpaket und mehr Einstellungsmöglichkeiten zum Aufnehmen von Videos.

Testbilder Fuji X-T20

Alle Bilder wurden im RAW Format aufgenommen und anschließend in Adobe Photoshop Lightroom entwickelt.


Fazit + Kaufberatung

Obwohl ich es schon mehrmals im Text erwähnt habe, werde ich nicht müde zu sagen:

Die Fuji X-T20 ist eine extrem solide Systemkamera.

Meiner Meinung nach ist die X-T20 sogar die beste Systemkamera der oberen Mittelklasse!

Mir hat nicht nur das sehr gute Gesamtpaket gefallen, sondern auch die Aufteilung der Einstellräder, die eher an eine analoge Kamera erinnern. Sie bieten meiner Meinung nach von allen Kameras die beste Möglichkeit, den Zusammenhang zwischen ISO, Belichtungszeit und Blende zu verstehen. Und es macht einfach extrem viel Spaß mit ihr zu fotografieren.

Aber welche Kameras kann ich euch empfehlen, wenn ihr etwas weniger ausgeben wollt?

Das Vorgängermodell, die Fuji X-T10*, ist zwar in Sachen Technik schon etwas veraltet, aber das heißt natürlich nicht, dass man mit ihr keine schönen Bilder schießen kann. Dafür bietet sie ein ähnlich gutes Fotografie-Erlebnis, da sie auf das gleiche Bedienkonzept setzt und ebenfalls sehr gut verarbeitet ist. Auf Amazon* bekommt ihr sie gebraucht schon für ca. 400€ (ohne Objektiv).

Der größere Bruder, die X-T2*, bietet nochmal ein besseres Gesamtpaket, kostet aber dafür auch ca. 400€ mehr. Wenn du nicht so viel Geld ausgeben willst, aber trotzdem nicht auf die Premium-Features (wie das wasserdichtes Gehäuse und das zusätzliches Einstellrad für ISO-Werte) verzichten willst, kannst du auch zur Fuji X-T1* greifen.

Fujifilm X-T20 Test

Wenn du bereit bist ~1.200€ für eine Systemkamera auszugeben, bietet dir die Fuji X-T20 meiner Meinung nach das beste Gesamtpaket

Wie sieht es mit anderen Herstellern aus?

Im ähnlichen Preissegment findest du die Alpha 6300*, die einen etwas besseren Autofokus und einen etwas besseren Videomodus bietet, aber dafür kein so ausgeklügeltes Gehäuse hat und meiner Meinung nach für Fotografen ein etwas schlechteres Gesamtpaket bietet. Sie ist zwar auf dem Papier etwas günstiger, kommt aber dafür mit einem deutlich schlechteren Objektiv geliefert.

Wer ähnlich gute Aufokus-Performance und eine ähnlich gute Bildqualität für deutlich weniger Geld sucht, wird mit der (schon etwas älteren) Sony Alpha 6000 sicherlich sehr glücklich. Sie bietet insgesamt zwar das schlechtere Gesamtpaket, da sie zum Beispiel nicht ganz so gut verarbeitet ist, kostet dafür aber auch nur etwa die Hälfte.

Im Bereich der Micro Four Thirds Kameras könnte die Panasonic GH4* für dich interessant sein, wenn du dich hauptsächlich auf Videos spezialisieren willst.

Das beste Micro Four Thirds Gesamtpaket zu einem ähnlichen Preis bietet meiner Meinung nach die Olympus OM-D E-M5 Mark II.

Nichtsdestotrotz kann ich dir die Fujifilm X-T2 auf jeden Fall empfehlen, WENN du bereit bist so viel Geld für eine Systemkamera auszugeben. Wenn du auf keinen Fall mehr als 1.000€ ausgeben willst, kannst du dir meinen Mittelklasse-Systemkamera Ratgeber durchlesen, in dem ich etwas günstigere Modelle miteinander vergleiche.

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Fujifilm X-T20 Test Beste Oberklasse-DSLM Olympus OM-D E-M5 Mark II Systemkamera Systemkamera Test Fujifilm X-T2
Modell Fujifilm X-T20 SystemkameraOlympus OM-D E-M5 Mark II SystemkameraFujifilm X-T2 Systemkamera
Preis

1.129,00 €

1.254,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 22. Juni 2018 06:58

1.699,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 22. Juni 2018 12:58
Testergebnis

92.5%

"Sehr gutes Handling & Bestes Gesamtpaket"

- -
HerstellerFujifilmOlympusFujifilm
Objektiv-AnschlussFujifilm XFMicro Four ThirdsFujifilm XF
SensorgrößeAPS-C (373 mm²)Micro Four Thirds (225 mm²)APS-C (373 mm²)
Auflösung24.3MP16.1MP24.3MP
Geschwindigkeit8FPS10FPS8FPS
Touchscreen
4K Video
Spritzwasserschutz
Bildstabilisierung
Preis

1.129,00 €

1.254,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 22. Juni 2018 06:58

1.699,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 22. Juni 2018 12:58
TestberichtAuf ansehen*TestberichtAuf ansehen*TestberichtNicht Verfügbar

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1.129,00 €

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