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Systemkamera oder Bridgekamera? [Vergleich]

Systemkamera oder Bridgekamera – Welcher Kamera ist die beste für dich?

Bridgekameras sollten früher die perfekte Brücke zwischen Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras darstellen. Heute haben sie sich zu einer Kamera-Klasse für sich entwickelt und stellen eine gute Allrounder-Kamera mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis dar.

Systemkameras haben sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Aufgrund der Möglichkeit für Wechselobjektive, der kleinen Maße und aufgrund des elektronischen Suchers stellen sie heute die perfekte Kamera für Einsteiger- und Amateurfotografen dar, die sich näher mit der Fotografie beschäftigen wollen. Auch im Profi-Segment nimmt die Systemkamera aufgrund ihrer überlegenen Technik langsam aber sicher Einzug.

Alle Vor- und Nachteile im Überblick

Hier habe ich die wichtigsten Vorteile von Systemkameras und Bridgekameras für dich zusammengefasst. So kannst du sehr schnell erfahren, welcher Kamera-Typ für dich der beste ist. Wenn du dir noch gar nicht sicher bist, was es überhaupt für Kamera-Typen gibt und welcher optimal für dich ist, findest du hier einen simplen Step-by-Step Guide + Infografik, der dir zeigen soll, welche Kamera die beste für dich ist.


Vorteile von Systemkameras

  • Größerer Sensor
    ⇒ Bessere Bildqualität und geringeres Rauschen
  • Wechselobjektive
    ⇒ Passe die Kamera an deine Bedürfnisse an!
  • Mehr manuelle Anpassungen
  • Kompaktere Abmessungen
    (je nach Objektiv)

Vorteile von Bridgekameras

  • Einstiegsmodelle etwas günstiger
    ⇒ Ab ca. 300€
  • Gute verbaute Objektive
    ⇒ 50x bis 60x optischer Zoom
  • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Super Allround-Kamera 
    ⇒ Z.B. fürs Reisen



Infografik: Bridgekamera vs. Systemkamera

Infografik Bridgekamera oder Systemkamera

Preis

Bridgekameras bekommt man bereits ab ca. 170€ bis 180€. Wie in vielen BereichenEuro Icon ist aber nicht die klügste Wahl, wenn man sich für das absolut günstigste Modell entscheidet. Wer eine Bridgekamera sucht, die eine gute Qualität hat, auf dem aktuellen Stand der Technik ist und mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis zu haben ist, sollte sich im Preissegment um 300€ umsehen. Wie zum Beispiel die Panasonic LUMIX DMC-FZ72EG.

 

Bridgekameras sind im Schnitt etwas teuerer als Kompaktkameras. Für eine Systemkamera geben die meisten Fotografen aber in der Regel deutlich mehr Geld aus. Gute Modelle findet man ab 500 bis 600€ inklusive Objektiv. Wirklich lohnen tut sich eine Systemkamera aber Meiner Meinung erst, wenn man Gebrauch von Wechselobjektiven macht. Diese Kosten gerne mal so viel, wie eine neue Kamera selbst. Unter den Mittelklasse-Systemkameras kann ich dir die Sony Alpha 6000 empfehlen. Hier habe ich einen ausführlichen Artikel zu weiteren Mittelklasse-Systemkameras geschrieben.

Wer auf dem aktuellen Stand der Technik sein will kann schon mal 1.000€ bis 1.500€ für eine Profi-Systemkamera ausgeben. Beispielsweise für die Olympus OM-D E-M5 || (…ja Olympus benutzt für alle Kameras so komische Namen). Oder man greift gleich zu Sony’s Highend-Vollformat-Systemkamera für über 5.000€, der Sony Alpha 9 😉

Rote Bridgekamera

Sensor

Neben dem Objektiv ist der Sensor die wichtigste Komponente, die über die Qualität eines Bildes entscheidet. (Ja das Objektiv ist wichtiger als der Sensor!!!). Beim Sensor kommt es nicht nur auf Megapixel an, sondern vorallem auf die Größe. Die Größe ist nämlich ausschlaggebend dafür, wie viel Licht der Sensor verarbeiten kann.

Bridgekameras haben einen deutlich kleineren Sensor als Systemkameras. Trotzdem machen aktuelle Modelle bei Tageslicht sehr schöne Fotos. Ein kleiner Sensor zeigt seine Schwächen jedoch hauptsächlich in dunklen Umgebungen, da er dort weniger Fläche bietet um das wenige Licht einzufangen. Deshalb fangen Bridgekameras in der Dunkelheit schneller an zu rauschen. Die besten Bridgekameras sind mit einem Sensor ausgestattet, der ungefähr einen Zoll groß ist

Ein 1 Zoll Sensor hat ungefähr eine Fläche von 116,16 mm², wohingegen die kleinsten Systemkamera-Sensoren (Micro Four Thirds) eine Fläche von ca. 225 mm² haben. Die größten Systemkamera-Sensoren (Vollformat) haben eine Größe von 864 mm². Wenn man diese Zahlen sieht, wird relativ schnell einleuchtend, dass Systemkameras eine deutlich bessere Bildqualität bieten.

Schwarzweiß Canon Systemkamera ohne Objektiv

Objektiv

Bridgekameras sind für ihre großen Zoom Objektive bekannt. Aufgrund der extrem vielseitigen Objektive kannst du von einer Landschaft bis zu einem kleinen Vogel eigentlich alles ablichten. Das ist auch der Grund warum die meisten Bridgekameras deutlich größer sind als eine Systemkamera mit dem Kit-Objektiv.

Da die Objektive der Bridgekameras so vielseitig sein müssen und einen Zoomfaktor von bis zu 70 haben, haben sie jedoch auch ihre Nachteile. Objektive, die einen sehr großen Zoom-Umfang haben, haben generell folgende zwei Nachteile:

  1. Sie sind nicht so scharf.
  2. Sie haben eine relativ kleine Blende.

Deshalb eignen sich Bridgekameras zwar recht gut als Allround-Kameras, zum Beispiel auf einer Reise, können jedoch von der manuellen Anpassung und der Bildqualität nicht mit einer Systemkamera mithalten.

Systemkameras haben den großen Vorteil, dass sie mit Wechselobjektiven ausgestattet werde können. Diese erlauben es dem Fotografen die Kamera voll und ganz an seine persönlichen Vorlieben anzupassen. Beispielsweise kannst du dir ein Objektiv kaufen, dass sich perfekt für Portraits eignet und den Hintergrund freistellen kann, wenn du sehr gerne Menschen fotografierst. Deshalb eignet sich eine Systemkamera gut für dich, wenn du dich in Zukunft mehr mit der Fotografie beschäftigen willst.

Hier ein interessantes Vergleichsvideo, bei dem Systemkameras und Bridgekameras gegenübergestellt werden:


[FAZIT] Kaufberatung

Mit dem richtigen Objektiv schlägt eine Systemkamera die Bridgekamera eigentlich auf jedem Gebiet. Mit einem kleinen Pancake-Objektiv sind sie kleiner und leichter, mit einem einem offenblendigen Objektiv lässt sich der Hintergrund besser freistellen und bei Nacht fotografieren und mit einer Weitwinkel-Festbrennweite lassen sich zum Beispiel sehr scharfe und hochauflösende Landschaftsaufnahmen schießen.

Dafür braucht man natürlich viele verschiedene Objektive. Ein gutes Objektiv kann schonmal genauso teuer sein können, wie die eigentliche Systemkamera gekostet hat.

Wenn du also nach einer Allrounder-Kamera suchst, die sich in allen Bereichen gut schlägt ohne das Objektiv zu wechseln, bist du mit einer Bridgekamera wahrscheinlich besser beraten. Wenn du auf keinen Fall mehr als 300€ ausgeben willst, wirst du auch nicht an einer Bridgekamera vorbei kommen. Oder du schaust dir die kleineren Kompaktkamera an, oder bleibst bei einer guten Smartphone-Kamera.

Wenn du nach der besten Bildqualität suchst und deinen künstlerischen Fähigkeiten Info Systemkamerafreien Lauf lassen willst, ist die Systemkamera wahrscheinlich die bessere Wahl für dich. Dank der Wechselobjektive und der vielen manuellen Einstellungs-Modi lässt sie sich voll an deine Bedürfnisse anpassen. Das hat aber auch seinen Preis: Für eine gute Systemkamera der Mittelklasse inklusive Kit-Objektiv zahlst du ungefähr 600€. Für ein neues Objektiv (mit Autofokus) solltest du mindestens 200€ bis 300€ einrechnen.

Wie du siehst gibt es viele unterschiedliche Kriterien, die für eine Systemkamera oder für eine Bridgekamera sprechen. Am Ende musst du natürlich selbst abwägen, welches Modell für dich das richtige ist. Wenn du Fragen hast ⇒ Einfach in die Kommentare damit. Ich helfe dir gerne weiter.


[TOP 3] Meine Systemkamera-Empfehlungen

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Canon EOS M10 Systemkamera Beste günstige DSLM Sony Alpha 6000 Titelbild 1 Preis-Leistungs-Sieger Fujifilm X-T20 Test Beste Oberklasse-DSLM
Modell Canon EOS M10 Systemkamera Sony Alpha 6000 Systemkamera Fujifilm X-T20 Systemkamera
Preis

402,95 €

530,21 €

1.129,00 €

Testergebnis

83.75%

"Extrem preiswerte Einsteiger-Systemkamera"

92.5%

"Beste Systemkamera seiner Preisklasse!"

92.5%

"Sehr gutes Handling & Bestes Gesamtpaket"

Hersteller Canon Sony Fujifilm
Objektiv-Anschluss Canon EF-M Sony E-Mount Fujifilm XF
Sensorgröße APS-C (373 mm²) APS-C (373 mm²) APS-C (373 mm²)
Auflösung 18.0MP 24.3MP 24.3MP
Geschwindigkeit 4.6FPS 11FPS 8FPS
Touchscreen
4K Video
Spritzwasserschutz
Bildstabilisierung
Preis

402,95 €

530,21 €

1.129,00 €

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Ähnliche Beiträge


Kommentare


Cielito Lindo Productions 4. November 2017 um 23:36

Hallo zusammen,

ich nutze eine Panasonic Lumix G-5 mit aktuell 3 Objektiven und bin sehr zufriefen damit:
Vario Lense (Kit Lense) 14-42mm
Tele Zoom Lense 45-200mm
Fixed Focal Length Lense 25mm f1.7

Falls ihr euch selbst ein Bild davon machen möchtet könnt ihr auf meine Homepage schauen: https://undsieheeswarsehrgut.de

Antworten
Alex

Alex 5. November 2017 um 07:26

Hi Celito,

echt sehr schöne Fotos auf deiner Seite!
Benutzt du für die Fotografie deiner Blumen ein extra Makro-Objektiv?

Viele Grüße
Alex

P.S.: Erst letzte Woche habe ich eine kleine Übersicht der besten Micro Four Thirds Objektive erstellt. Vielleicht hilft dir die beim nächsten Objektiv-Kauf etwas weiter 🙂

Antworten

Cielito Lindo Productions 9. November 2017 um 22:48

Hey Alex,
danke danke.
Für die Blumen habe ich kein extra Objektiv verwendet sondern Zoomlinsen die vorne auf das Objektiv aufgeschraubt werden.
Danke auch für den Link.
Grüße
Cielito Lindo Productions

Antworten
Alex

Alex 11. November 2017 um 08:44

Bei so einem netten Kommentar immer gerne 😉
…auch wenn Kommentar-Backlinks für dein Google Ranking keine große Auswirkung haben werden.
Viele Grüße
Alex

Antworten

Cielito Lindo Productions 11. November 2017 um 10:32

Hi Alex,
mir ist nicht so ganz klar, was Du mit Deinem Kommentar über Google Ranking meinst. Irgendwie fehlt da ein Teil im Kommentar.
Grüße
Cielito Lindo Productions

Alex

Alex 11. November 2017 um 10:54

Danke, ist verbessert.
Da hatte ich 2 Wörter vergessen 😀


Cielito Lindo Productions 11. November 2017 um 11:34

😉

Antworten

Uli 3. Januar 2018 um 13:57

Die kleinen Nikon 1 als Systemkameras hast du gar nicht auf dem Bildschirm? Wie schlagen sich denn die? Gibts da Fremdobektive?
Dass der Sensor klein ist, klar, aber bei allen anderen Knipsen ist der auch ned größer.

Antworten
Alex

Alex 7. Januar 2018 um 10:31

Hi Uli,
tatsächlich bin ich gerade dabei einen ausführlichen Artikel über die Nikon Systemkameras zu schreiben.
Ganz knapp zusammengefasst: Ich würde die Nikon Systemkameras eigentlich niemandem empfehlen, da es so gut wie keine Fremdobjektive gibt (ich habe exakt 2 gefunden) und es nicht so aussieht, als ob Nikon ihre Systemkamera-Reihe sehr am Herzen liegt, weshalb man deutlich besser aufgestellt ist, wenn man auf ein System, wie das von Sony, Olympus/Panasonic oder Fuji setzt. Außerdem verbaut Nikon extrem kleine Sensoren, die einen Crop Faktor von 2,7 haben.
Viele Grüße
Alex

Antworten

Mike 6. Mai 2018 um 13:45

Interessant ist auch der Vergleich von Smartphone Kamera und Bridgekamera :
https://www.hobby-fotografie.mobi/blog/vergleich-smartphone-bridgekamera/

Antworten
Alex

Alex 8. Mai 2018 um 16:53

Super Beitrag :-)!
Hättest du auch mal Lust für meine Seite etwas zu schreiben?

Antworten

Peter Kraft 28. August 2018 um 19:10

Hallo,
ich möchte hier auf einige Aspekte eingehen, die bei diesem Vergleich nicht so in den Vordergrund gelangten. Erstens ist die Rauscharmut bei wenig Licht nicht zwangsläufig bei einer Systemkamera besser. Ich war nach einem Museumsbesuch ziemlich überrascht, dass meine EOM M Classic deutlich schlechter aufgelöste und stärker verrauschte Bilder produzierten als meine Lumix FZ1000. Generell glaube ich, dass sich beide Kameratypen auch gut im Paralleleinsatz ergänzen können. Meine Lumix nehme ich gerne für unkomplizierte Schnappschüsse insbesondere im Zoombereich. Meine EOS M und EOS M3 nutze ich dagegen für den Weitwinkel- und Superweitwinkelbereich (Walimex 8mm und 12mm), da diese Objektive ziemlich „zierlich“ ausfallen bei guter optischer Leistung. Systemkameras sind auch dort interessant, wo man sie über Adapter auch mit Minolta, Pentax, Nikon, Leica- und anderen Objektiven mit Gewinn betreiben kann. Dann allerdings ist der Größenvorteil wieder dahin, da der Adapter und die häufig für VF gerechneten Objektive ziemlich viele Kubikcentimeter einnehmen. Vielleicht sollte man auch berücksichtigen, dass die 1Zoll-Bridgekameras mit ihrer festen Optik optimal auf die Kamera angepaßt sind. Ich bezweifle auch, dass man große Unterschiede zwische Systemkamera mit Kitobjektiv und besserer Bridgekamera überhapt wahrnimmt. Mit 24 Megapixel kann man Papierbilder im Format 2×3 Meter herstellen. Für Din A4 Abzüge reichen 2 MP völlig aus. Also von daher ist es eine Überlegung wert, ob man das theoretische Leistungsvermögen von Systemkameras mit voluminösen Originalobjektiven als Amateur überhaupt ausnutzen kann.
Gruß
Peter

Antworten
Alex

Alex 29. August 2018 um 10:11

Hallo Peter,
danke für deine Kritik 🙂
Da hast du auf jeden Fall Recht. Natürlich kommt es zum einen immer auf die spezifische Kamera an und man kann nicht pauschal sagen, dass jede Systemkamera eine bessere Bildqualität als eine Bridgekamera hat.
Auch ich bin der Meinung, dass sich die zwei Kameratypen sehr gut ergänzen. Gerade für eine Reise beispielsweise, da man dann mit der Bridgekamera einen sehr weiten Zoom-Umfang im Jackentaschen-Format hat und mit dem (in der Regel) größeren Sensor der Systemkamera meistens eine bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und ein größeres Bokeh. Und man kann natürlich die Objektive wechseln und wie du sagst auch „Altglas“ von Minolta, Pentax und co. adaptieren.
Wie machst du es denn?
Nimmst du meistens beide Kameras mit, oder bist du meistens nur mit einem Modell unterwegs?
Viele Grüße
Alex

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