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[Vergleich] Systemkamera oder Spiegelreflexkamera?

Systemkamera oder Spiegelreflexkamera – Welcher Kamera-Typ ist der beste für dich?

Systemkameras haben sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und sind mittlerweile in vielen Bereichen den Spiegelreflexkameras voraus. Trotzdem sind sich gerade viele Anfänger- und Amateur-Fotografen nicht über die wichtigsten Unterschiede zwischen Spiegelreflexkameras und Systemkameras bewusst.

Dank elektronischen Suchers und der kompakten Maße sind Systemkameras nämlich vorallem für Einsteiger hervorragende Kameras. Natürlich gibt es aber immer noch zahlreiche Argumente die für die alten Hasen auf dem Kamera-Markt sprechen. Hier will ich dir einen kleinen Überblick geben, wann eine Systemkamera und wann eine Spiegelreflexkamera die richtige Lösung für dich ist.

Hast du fragen oder kannst dich nicht entscheiden? Dann schreibe einfach einen Kommentar (ganz unten auf der Seite) und wir werden gemeinsam den perfekten Kamera-Typ für dich finden 🙂 ! 

Alle Vor- und Nachteile im Überblick

Nachfolgend habe ich die wichtigsten Vor- und Nachteile der 2 Kamera-Typen für dich zusammengestellt. So kannst du auf einen Blick erkennen, welche Punkte für Spiegelreflexkameras und welche Punkte für die spiegellosen Systeme sprechen.

Wenn du einen Überblick über alle Kamera-Typen suchst (Spiegelreflexkamera, Systemkamera, Kompaktkamera, Bridgekamera, …), findest du hier einen Step-by-Step Guide, der dich zu deinem perfekten Kamera-Typ führt.


Vorteile von Systemkameras

  • Kompaktere Abmessungen
    ⇒ Mit kleinem Objektiv so kleine wie eine Kompaktkamera
  • Elektronischer Sucher
     Alle Bildanpassungen sofort erkennen
  • Geringeres Gewicht
  • Möglichkeit Fremd-Objektive zu adaptieren

Vorteile von Spiegelreflexkameras

  • Mehr Modelle zur Auswahl
  • Deutlich mehr Wechselobjektive &  anderes Zubehör
  • (Größerer Body)
  • Sehen professioneller aus
  • Teilweise besserer Autofokus



Infografik: Spiegelreflexkamera vs. Systemkamera

Infografik Vergleich Systemkamera und Spiegelreflexkamera

Preis

Euro IconDer Preis ist die einzige Kategorie, in der sich die zwei Kamera-Typen so gut wie nicht unterscheiden. Mittlerweile bekommt man ab 400 Euro Einstiegs-Modelle, die mit einem abgespeckteren Funktionsumfang auf den Markt kommen und oft mit Sensoren und Bildprozessoren ausgestattet sind, die schon ein paar Jahre älter sind.

Profis zahlen gerne bis zu 5.000 Euro für einen Kamera-Body. Egal ob es sich um Spiegelreflexkameras, wie der Canon EOS 1D X Mark II oder um Systemkameras, wie der Sony Alpha 9, handelt. 

 

In dieser Gegenüberstellung zeigt dir Pavel Kaplun die wichtigsten Unterschiede zwischen Spiegelreflex- und Systemkamera

Bis vor wenigen Jahren waren Spiegelreflexkameras die einzige Möglichkeit für Leute, die sich ernsthaft mit der Fotografie auseinandersetzen wollten. Systemkameras wurden (damals zurecht) nur als alternative zu den kleinen Kompaktkameras angesehen, da sie ähnliche Maße hatten, aufgrund der Wechselobjektive jedoch deutlich mehr Anpassungsmöglichkeiten boten.

Das hat sich aber geändert! Wie in allen Bereichen braucht Veränderung Zeit und wird nicht gleich von allen Menschen akzeptiert. Viele Fotografen schauen deshalb immer noch etwas skeptisch auf Systemkameras und denken, dass sie keine lohnenswerte Alternative zur Spiegelreflexkamera sei. Dass das nicht so ist kann man daran erkennen, dass mittlerweile auch viele Profis auf Systemkameras umsteigen

Für die meisten Einsteiger- und Hobby-Fotografen bietet die Systemkamera aber schon seit einigen Jahren das bessere Gesamtpaket. Aufgrund der kompakten Maße lässt sie sich überall mit hinnehmen. Aufgrund der Wechselobjektive ist sie genauso Anpassungsfähig, wie die Spiegelreflexkamera. Und aufgrund des elektronischen Suchers lässt sich deutlich komfortabler fotografieren. Auf diese Punkte werde ich weiter unten noch näher eingehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Spiegelreflexkameras und Systemkameras mittlerweile in genau den gleichen Preissegmenten vertreten sind. Hat man zum Beispiel ein Budget von 600 Euro bekommt man in etwa die gleiche Qualität und Ausstattung bei beiden Systemen.

Sensor

Der Sensor einer Kamera ist am wichtigsten für die Bildqualität. Generell kann man sagen, dass ein großer Bildsensor besser ist, da dieser mehr Licht einfangen kann. Deshalb haben teurere Kameras in der Regel auch größere Sensoren.

Insgesamt lässt sich bei Spiegelreflex- und Systemkameras zwischen diesen 3 Sensorgrößen unterscheiden:

  1. Micro Four Thirds Sensoren
    ⇒ Olympus und Panasonic setzen bei ihren Systemkameras auf diese Größe
  2. APS-C Sensoren
    ⇒ Sony, Samsung, Canon und Fujifilm verbauen diese Sensorgrößen bei ihren Systemkameras. In allen Einsteiger-Spiegelreflexkameras sind diese Sensoren verbaut.
  3. Vollformat
    ⇒ Bisher baut nur Sony Systemkameras Systemkameras mit dieser Sensorgröße. Unter den bekommt man von vielen Herstellern Vollformat-Modelle ab ~1.000€
Blonde Frau mit DSLR

Um die kompakten Maße von Systemkameras besser nutzen zu können, haben sich Panasonic und Olympus dazu entschieden auf den kleineren Micro Four Thirds Objektivanschluss. Somit lässt sich das Gehäuse noch etwas kompakter bauen und auch die Objektive fallen etwas kleiner aus.

Ich habe zwar keine Statistiken vorliegen, aber wahrscheinlich werden die meisten Spiegelreflex- und Systemkameras mit einer APS-C Sensorgröße verbaut. Diese hat sich in den letzten Jahren als die „goldene Mitte“ herausgestellt. APS-C Sensoren sind etwas größer Als Micro Four Thirds Sensoren und können so mehr Licht einfangen, was zu einem besseren Rauschverhalten und einer höheren Auflösung fotografieren.

Noch bessere Fotos machen Kameras mit einem großen Vollformat-Sensor. System- und Spiegelreflexkameras mit Vollformat-Sensor sind dafür aber auch deutlich teurer. Mehr Informationen zu Systemkameras im Allgemeinen findest du auf der Startseite.

Schwarzweiß Canon Systemkamera ohne Objektiv

Objektiv

Bei der Auswahl und Qualität der Objektive haben Spiegelreflexkameras einen enormen Vorteil.

Woran liegt das?

Den Objektiv-Anschluss von Canon und Nikon gibt es schon seit vielen Jahrzehnten, wohingegen beispielsweise Sony ihre erste Systemkamera erst 2011 auf den Markt gebracht hat. Die Technik hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, beispielsweise hat sich innerhalb von wenigen Jahren die Auflösung von durchschnittlichen Kameras verdoppelt!

In der Objektiv-Industrie hat sich in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu den Sensoren nicht viel getan. Das kann man daran erkennen, dass auch Profis heute noch mit Objektiven fotografieren, die mehrere Jahrzehnte alt sind. Einfach aus dem Grund, weil gute Objektive auch früher schon eine sehr hohe Qualität hatten.

Das ist also der Grund, weshalb es für etablierte Spiegelreflexkamera-Systeme deutlich mehr Objektive gibt, als für Systemkameras. Canon, Nikon und viele Objektiv-Hersteller (zum Beispiel Tamron, Sigma oder Zeiss) hatten mehrere Jahrzehnte länger Zeit, um gute Objektive zu entwickeln und zu produzieren.

2 Schwarze Objektive auf einem Tisch

Bei Systemkameras hat man den Vorteil, dass sich Spiegelreflexkamera-Objektive adaptieren lassen. Da bei Systemkameras ein geringerer Abstand von von Sensor bis zum Objektiv-Anschluss besteht, kann man einfach einen Adapter auf den Objektivanschluss schrauben und so zahlreiche andere Objektive anschließen. Das geht bei Spiegelreflexkameras nicht.

Jedoch sollte dazugesagt werden, dass die günstigsten Adapter nur vollständig manuelle Objektive unterstützen (wenn möglich müssen Blende und Fokus also manuell eingestellt werden). Es gibt auch Adapter, mit denen sich Blende und Fokus am Objektiv verstellen lassen. Diese sind etwas teurer, bieten jedoch gerade beim Autofokus nicht die gleiche Performance wie ein natives Objektiv.


[FAZIT] Kaufberatung

Am Ende sprechen viele Faktoren für eine Systemkamera aber auch viele Faktoren für eine Spiegelreflexkamera. Du merkst vielleicht, dass ich ein großer Fan von spiegellosen Kameras bin, was auch der Grund dafür war, dass ich diese Seite erstellt habe. Trotzdem ist mir bewusst, dass sehr viele Gründe für Spiegelreflexkameras sprechen.

Je nachdem für welchen Hersteller du dich bei Systemkameras entscheidest, solltest du eigentlich keine Probleme bei der Suche nach Objektiven haben. Gerade für den Micro Four Thirds Mount, aber auch für den E-Mount von Sony gibt es eine ziemlich große Auswahl an Objektiven. Trotzdem solltest du dir von vorne herein Gedanken machen, welche Objektive du in Zukunft kaufen willst um gut ausgestattet zu sein.

Bei Spiegelreflexkameras hast du den Vorteil, dass du (gerade bei Nikon und Canon) fast jedes Objektiv in jeder Preisklasse bekommen kannst, dass du dir wünschen kannst.

Neben den kompakten Maßen ist meiner Meinung nach der elektronische Sucher der größte Vorteil einer Systemkamera (hier gehe ich näher auf die Unterschiede zwischen elektronischem und optischen Sucher ein). Kurz zusammengefasst schaust du beim optischen Sucher einer Spiegelreflexkamera auf einen Spiegel. Dadurch kannst du jedoch nicht abschätzen, wie sich eine Veränderung des ISO-Wertes oder der Belichtungszeit auf das eigentliche Foto auswirkt.

Am Ende ist es deine eigene Entscheidung, welcher Kamera-Typ der richtige für dich ist. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung wie schwierig das sein kann! Wenn du persönliche Hilfe brauchst, kannst du deine Frage einfach unten als Kommentar verfassen und wir finden gemeinsam die beste Lösung für dich 🙂


[TOP 3] Meine Systemkamera-Empfehlungen

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Sony Alpha 6000 Systemkamera Amazon-Bestseller Olympus PEN E-PL7 Systemkamera Mit Selfie-Display Panasonic Lumix G70 Systemkamera
Modell Sony Alpha 6000 SystemkameraOlympus PEN E-PL7 SystemkameraPanasonic Lumix G70 Systemkamera
Preis

572,55 €

484,04 €

579,00 €

Testergebnis

92.5%

"Beste Systemkamera seiner Preisklasse!"

82.5%

"Stylishe und sehr kompakte Systemkamera."

-
HerstellerSonyOlympusPanasonic
Objektiv-AnschlussSony E-MountMicro Four ThirdsMicro Four Thirds
SensorgrößeAPS-C (373 mm²)Micro Four Thirds (225 mm²)Micro Four Thirds (225 mm²)
Auflösung24.3MP16.1MP16.0MP
Geschwindigkeit11FPS8.5FPS8FPS
Touchscreen
4K Video
Spritzwasserschutz
Bildstabilisierung
Preis

572,55 €

484,04 €

579,00 €

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